Gürzenich - Handballer Tobias Weiler: Auf den Spuren des Großvaters

Handballer Tobias Weiler: Auf den Spuren des Großvaters

Von: sis
Letzte Aktualisierung:
6622717.jpg
Trainiert mit dem Vater in der „familieneigenen Handballhalle“: Tobias Weiler, der den Sprung in die Handball-Akademie des VfL Gummersbach geschafft hat. Foto: Franz Sistemich

Gürzenich. Der Großvater war eine Handball-Ikone in Gürzenich: Josef Weiler spielte sogar in der deutschen Nationalmannschaft. Das war zu der Zeit, als Handball noch unter freiem Himmel stattfand. Vater und Onkel spielten auch für den TV Gürzenich. Was lag da näher, dass Tobias Weiler seinen Verwandten nacheifert. Und das erfolgreich: Der 15-Jährige wurde in die Volleyball-Akademie des Bundesligisten VfL Gummersbach aufgenommen.

Nur 13 Plätze hat diese Akademie, in der nicht nur sportliche Leistung gefordert ist, sondern auch schulische Klasse erwartet wird.

Mit sechs Jahren begann Tobias Weiler mit dem Handballsport. Zwei Jahre spielte er für den GTV, dann für die Handspielgemeinschaft des GTV und der SG GFC Düren 99. Weiler, der nun in Gummersbach die Gesamtschule Marienheide besucht, wurde mit der D-Jugend-Kreismeister. Über ein Handball-Camp in Gürzenich entstanden Kontakte zum früheren Aushängeschild des deutschen Handballs.

Vor der Saison 12/13 wechselte Weiler zu den Bergischen. Jetzt hat er den Sprung in die Akademie geschafft. Der Schul- und Handballalltag beginnt für den Rechtshänder um 5.30 Uhr. Nach und während der Unterrichtsstunden geht es in die Halle. „Wir trainieren an fünf Tagen sieben Mal“, erzählt der 1,80 Meter große Rückraumspieler („Ich spiele dort auf allen Positionen.“) und weist darauf hin, dass nicht nur der Umgang mit dem Ball und die taktischen Feinheiten der Sportart im Blickpunkt stehen. „Wir machen auch Bodenturnen oder Reckübungen“, sagt er. Ganzheitliches Training ist angesagt.

Und das zahlt sich aus: Die B-Junioren des Vereins führen die Oberliga souverän an. Und auch die A-Jugend, in der er aushilft, ist in der Oberliga Spitzenreiter. Natürlich kann sich Tobias Weiler, der durchschnittlich hervorragende acht Tore pro Spiel wirft, vorstellen, einmal Bundesliga-Spieler zu sein, doch klar ist: „Wichtig ist meine schulische und dann berufliche Ausbildung.“ Denn in der Handball-Bundesliga können die Aktiven nicht so viel verdienen wie beim Fußball.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert