Hambacher Forst: Polizei zum Schutz der RWE-Mitarbeiter

Von: smb
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Morschenich/Manheim. Nachdem die Braunkohlegegner vergangene Woche erneut einen Teil des Hambacher Forstes nahe der Landesstraße 276 und der Autobahn 4 besetzt hatten, haben sie sich Montagmorgen bereits auf eine Räumung eingestellt. Im Internet riefen sie andere Aktivisten auf, in den Wald zu kommen, um die Räumung zu erschweren.

Anlass dafür war die Ankunft von Polizisten im Wald. Die Polizei zog jedoch am Nachmittag wieder ab. Eine Räumung gab es nicht. Nach Angaben eines Sprechers hat sich die Polizei die Besetzung angeschaut und war zudem vor Ort, um Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE, dem das Waldstück gehört, zu schützen. Die Arbeiter hätten „Unrat“ aus dem Wald entfernen wollen. Bei der Erkundung entdeckten die Beamten ein sechs Meter tiefes Loch mit einem Durchmesser von etwa einem Meter. Das Loch wurde vom RWE verfüllt und verdichtet. Außerdem entfernten die Arbeiter einen Holzunterstand und eine von vier Plattformen in den Bäumen.

„Auf dieser Plattform haben sich keine Personen befunden“, erklärte die Polizei auf Nachfrage. Mit anderen Plattformen, auf denen sich Aktivisten positioniert haben, befassten sich die Polizisten am Montag nicht. Sprecher Anton Hamacher sprach von drei Aktivisten auf drei Plattformen. Die Aktivisten gaben an, dass viele Braunkohlegegner in den Bäumen seien, wollten aus „taktischen Gründen“ aber keine genauen Angaben machen. Die Polizei will die Lage nun „in Ruhe analysieren.“ Die Aktivisten, die die Rodung des Hambacher Forstes verhindern wollen, rechnen damit, in den kommenden Tagen geräumt zu werden und rufen zum Aufbau der „zerstörten Infrastruktur“ auf. 

„Wer friedlich protestiert und seine Meinung kundtut, hat mein vollstes Verständnis“, sagte RWE-Sprecher Manfred Lang. „Ich mache jedoch ein großes Fragezeichen dahinter, ob es sich um friedlichen Protest handelt, wenn Löcher gegraben und Wälle aufgeschüttet werden.“

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