Birkesdorf - Hallencup: Borussia Freialdenhoven stoppt SW Düren

Hallencup: Borussia Freialdenhoven stoppt SW Düren

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
asds
Nach frühem Rückstand gewinnt Freialdenhhoven das Finale gegen SW Düren mit 6:2. Foto: Andreas Steindl

Birkesdorf. Es waren gerade 30 Sekunden im Finale der Dürener Vorrunde des Hallencups gespielt, da lag plötzlich die ganz große Überraschung in der Luft. Marc Wollersheim war angespielt worden, er lief mit dem Ball auf Ivica Ljubicic zu, der Offensivspieler schoss den Ball vorbei am Keeper ins Tor, 1:0. Wollersheim spielt für Schwarz-Weiß Düren in der Bezirksliga; Ljubicic hütet das Tor von Borussia Freialdenhoven zwei Klassen höher in der Mittelrheinliga.

Die Rollen waren also eigentlich klar verteilt, David gegen Goliath, doch jetzt führte plötzlich der Außenseiter, der sich sensationell für dieses Endspiel qualifiziert hatte. Dass es am Ende für die Dürener nicht zum Sieg reichte, und Freialdenhoven das Endspiel klar mit 6:2 gewann und sich für die Endrunde am Samstag in Aachen qualifizierte, hatte wenig mit Schwächen der Schwarz-Weißen zu tun, dafür umso mehr mit den Stärken der Borussia. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte Michael Kruskopf, Co-Trainer der Borussia. „Ich würde mir aber wünschen, Schwarz-Weiß in der Endrunde in Aachen wiederzusehen.“

Freialdenhovens Christian Kreutzer hatte Wollersheims Tor gut zwei Minuten später egalisiert, und nur eine weitere Minute später brachte Pascal Schneider den Mittelrheinligisten mit seinem Treffer zum 2:1 schließlich auf die Siegerstraße. Düren kämpfte, Freialdenhoven dominierte – und traf, zwischenzeitlich stand es 6:1 für den Mittelrheinligisten. Dass Schwarz-Weiß in der Schlussphase zumindest noch zu einem zweiten Treffer kam, war ein schöner Schlusspunkt.

Die Dürener könnten sich noch als bester Zweiter für die Endrunde qualifizieren; dafür müsste aber am Samstag in der Heinsberger Vorrunde der unterlegene Finalist höher verlieren. Was bei der klaren Dürener Niederlage allerdings unrealistisch erscheint. „Wir hätten das Endspiel sicher taktischer angehen können“, sagte Dirk Kalkbrenner, Trainer der Schwarz-Weißen. „Wir wollten aber offensiv spielen und Spaß haben.“ Den hatten sie, und die Zuschauer feierten den Außenseiter genauso wie die siegreiche Borussia.

Freialdenhoven hatte in der Gruppenphase durchaus Mühe gehabt sich für das Vorrundenfinale zu qualifizieren – auch wenn davon gerade im ersten Spiel der Gruppe A nichts zu gewesen sehen war: Die Borussia zeigte, dass sie das Turnier durchaus ernst nimmt – zum Leidwesen der Sportfreunde Düren: 1:10 hieß es am Ende aus Sicht des Bezirksligisten, der ohne seine beiden Trainer Bernd Virnich und Faton Popova angereist war.

„Wir wussten natürlich, dass es gegen Freialdenhoven sehr schwer werden würde, aber wir wollten das Turnier zumindest als gute Trainingseinheit nutzen“, sagte Spieler Marcel Demircan. „Dass wir dann so unter die Räder gekommen sind, musste natürlich nicht sein.“ Ein bisschen besser wurde es im zweiten Spiel; die Sportfreunde verloren zwar erneut, diesmal konnten sie das Spiel ausgeglichener gestalten – 2:5 gegen den FC Niederau aus der Landesliga. Ausgeschieden waren die Sportfreunde damit dennoch.

Und Niederau spielte gegen Freialdenhoven um den Gruppensieg. In einem umkämpften und rassigen Spiel ging der Favorit aus der Mittelrheinliga in Führung, den Mut nahm er den Niederauern damit aber nicht, zu Beginn der zweiten Halbzeit glich der Landesligist aus. Und auch nachdem die Borussia das 2:1 geschossen hatte, schaffte Niederau noch mal den Ausgleich.

Es fehlte noch ein Tor, weil Freialdenhoven das bessere Torverhältnis hatte, musste der Außenseiter das direkte Duell gewinnen. Es gelang nicht, trotz bester Gelegenheiten, es blieb beim 2:2. „Natürlich sind wir ein bisschen niedergeschlagen“, sagte Co-Trainer Olaf Ramm, „wir wären gerne zur Endrunde nach Aachen gefahren.“ Die positiven Erkenntnisse würden aber dennoch überwiegen, „wir haben uns hier sehr gut verkauft“, sagte Ramm.

Überraschung in Gruppe B

Die Überraschung, die in Gruppe A so gerade noch ausgeblieben war, gab‘s dafür in Gruppe B: Viktoria Arnoldsweiler, Mittelrheinligist und Vorrundensieger im vergangenen Jahr, konnte seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. „Wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Trainer Frank Rombey. Die Viktoria führte in ihrem ersten Spiel zwar lange scheinbar ungefährdet mit 3:0 gegen die SG GFC Düren 99, als der Landesligist aber in der Schlussphase plötzlich zwei Tore schoss, rettete Arnoldsweiler den knappen Sieg nur mit Mühe über die Zeit.

Und im zweiten Spiel sollte es nicht besser werden: Arnoldsweiler brauchte einen Sieg, weil Schwarz-Weiß Düren nach dem klaren 6:3-Sieg gegen GFC Düren 99 das bessere Torverhältnis hatte. Der Mittelrheinligist fand gegen Schwarz-Weiß aber überhaupt nicht ins Spiel, verlor deutlich 2:5. Und Rombey sagte: „Wir hatten es auch nicht verdient.“

Noch unglücklicher fuhr nur Willy Kirschbaum nach Hause, er hatte die Mannschaft von GFC Düren 99 betreut hatte, die mit vielen Spielern aus der Zweitvertretung gespickt hat. Was Kirschbaum nicht als Ausrede für den letzten Platz in der Gruppe gelten lassen wollte, er sagte: „Im Spiel gegen Arnoldsweiler haben wir zumindest in der zweiten Halbzeit ganz gut gespielt, aber das, was wir gegen Schwarz-Weiß abgeliefert haben, war phasenweise peinlich.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert