Hallenbadneubau: Keine Förderung aus Berlin

Von: Jörg Abels
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Einen schnellen Ersatz für das dringend sanierungsbedürftige Hallenbad Jesuitenhof wird es wohl nicht geben. Foto: Abels

Düren. Es wäre zu schön gewesen. Als im Spätherbst die Diskussion über den notwendigen Neubau des Hallenbads entbrannte, kam der Stadt Düren die Möglichkeit einer eventuellen Förderung des mit 13 bis 14 Millionen Euro kalkulierten Projekts durch das Bundesbauministerium gerade recht. Nun kam es anders.

Die Aussicht auf einen Zuschuss von bis zu vier Millionen Euro war verlockend. Kurzerhand wurden die Neubaupläne des Dürener Service Betriebs (DSB) am Badesee zugunsten einer Lösung am und im Holzbendenpark gekippt, da nur ein Ersatzbau in unmittelbarer Nähe des Jesuitenhofes förderungsfähig war.

Jetzt aber ist klar: Eine Förderung aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ wird es nicht geben. Wie das Ministerium mitteilt, waren über 1000 Anträge in Berlin eingegangen, nur 56 wurden berücksichtigt

Was heißt das für Düren? Für den DSB, der das 1972 erbaute Hallenbad Jesuitenhof betreibt, ist klar, dass eine Generalsanierung unter ökonomischen, ökologischen und organisatorischen Aspekten nicht infrage kommt.

Dass jetzt der ursprüngliche Plan, ein neues Sport- und Familienbad (siehe Info) am Badesee zu errichten, wieder aus der Schublade gezogen wird, wollte ein enttäuschter DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans, der von der Dürener Zeitung von der Nichtberücksichtigung erfuhr, nicht kommentieren. „Wir werden jetzt einen Kriterienkatalog aufstellen, der aufzeigt, welche Argumente für welchen Standort sprechen“, betonte Müllejans, der auch noch andere Fördermöglichkeiten sieht.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt, der von Dietmar Nietan (MdB) informiert worden war, zumindest kann der Badesee-Lösung einiges abgewinnen. „Wir müssen in der Tat jetzt überlegen, ob ein Neubau mit Blick auf Marketing und Tourismus am Badesee nicht besser wäre.“ Ohne eine an den Standort gebundene Förderung aus Berlin könne man jetzt auf jeden Fall „konzeptionell freier denken“.

Eine schnelle Realisierung – wie noch Ende November in Aussicht gestellt –, sieht Schmidt indes nicht mehr. Frühestens 2018 könne man über einen Neubau sprechen, erklärte der SPD-Politiker.

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