Düren - Haftstrafen wegen schwerer räuberischer Erpressung

Haftstrafen wegen schwerer räuberischer Erpressung

Von: gkli
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Düren. Zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen sind am Mittwoch im Amtsgericht Düren drei Angeklagte verurteilt worden, die sich wegen schwerer räuberischer Erpressung verantworten mussten. Einer der Angeklagten, der Geld verliehen hatte und anschließend eine Waffe auf den Kreditnehmer gerichtet haben soll, erhielt vier Jahre ohne Bewährung.

Den Tatvorwurf wegen schwerer räuberischer Erpressung und wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung in Gemeinschaft sah das Gericht als erwiesen an. Der jüngere Bruder des Geldverleihers erhielt ein Jahr auf Bewährung wegen Beihilfe und ein weiteres Familienmitglied ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung, ebenfalls wegen versuchter, schwerer räuberischer Erpressung.

Die Verteidiger gaben jedoch bereits kurz nach der Urteilsverkündung bekannt, dass sie beim Landgericht in Aachen Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen werden. Alle drei Verteidiger hatten für ihre Klienten auf Freispruch plädiert. Der Verhandlung lagen Vorkommnisse in den Jahren 2011 und 2013 zugrunde.

Ein selbstständiger Unternehmer hatte sich im Januar 2011 Geld in Höhe von 9000 Euro geliehen. Einem Angestellten hatte er von Steuerschulden erzählt. Der Angestellte schaltete seinen Bruder ein, der das Geld zur Verfügung stellte. Innerhalb von vier Wochen sollte der Kreditnehmer 15.000 Euro zurückzahlen, was er zunächst nicht konnte.

Daraufhin seien zwei der Angeklagten im Büro des Unternehmers aufgetaucht und hätten mit einer Waffe gedroht. Statt der Rückzahlung soll es mit dem Geldgeber zu einem Arbeitsvertrag gekommen sein, der allerdings nicht über die Firmenbücher lief.

Ein Jahr lang flossen monatlich zwischen 1200 und 1500 Euro, ohne dass der Geldgeber tatsächlich Arbeit ableistete.

Zu einem weiteren Vorfall kam es am 8. Februar 2013. Diesmal sollte der Unternehmer 35.000 Euro bezahlen, um einem der Angeklagten aus der Klemme zu helfen. Dessen Kinder seien von der Mafia entführt worden und müssten ausgelöst werden, war die Begründung für die Anfrage, die wiederum unter Vorhaltung einer Waffe, diesmal im Privatwagen des Unternehmers, erfolgte.

Obwohl der Firmeninhaber Todesangst hatte, wie es schilderte, ging er nicht zur Polizei. Erst seine aufmerksamen Mitarbeiterinnen sorgten dafür, dass die Polizei eingeschaltet wurde.

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