Hähnchenmastanlage soll nicht erweitert werden

Von: sj
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Sprechen sich gegen Massentierhaltung im Kreis Düren aus: Oliver Krischer (MdB, Grüne), Wolfgang Mödder, Gundrun Zentis (MdL, Grüne) und Jürgen Plinz, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Foto: Johnen

Kreis Düren. „Der Kreis Düren ist einmal als gelobtes Land für die Massentierhaltung beschrieben worden“, erinnerte sich der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Oliver Krischer. Vor diesem Hintergrund sei es „eine gute Entwicklung, dass eine Erweiterung der Hähnchenmast in Müddersheim nicht stattfindet“, bilanzierte Krischer am Montag.

Die Geyr‘sche Gutsverwaltung habe entsprechende Pläne fallengelassen. „Hoffentlich bleibt die Anlage ein Einzelphänomen“, sagten auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis und Wolfgang Mödder von der Bürgerinitiative BMUV. „Aus Tierschutzsicht ist jede Tiermastanlage inakzeptabel“, fügte Jürgen Plinz vom Tierschutzverein hinzu. Die vier Streiter gegen Massentierhaltung erneuerten im Tierheim ihre Forderung: „Wir wollen keine weiteren Mastanlangen.“

Mödder übte zudem Kritik an der Anlage in Müddersheim: „Die Bestände der gefährdeten Vogelarten haben sich halbiert.“ Aus Sicht der Grünen müsse bei den Ausgleichsflächen nachgebessert werden.

„Wir haben überlegt, die Zahl der Ställe von vier auf sechs zu erhöhen und ein Gespräch mit der Kreisverwaltung geführt“, sagte Gutsverwalter Richard Hansen auf Anfrage der DZ. „Nach Abwägung vieler Aspekte haben wir derzeit nicht vor, diese Pläne weiter zu verfolgen.“ Einen Antrag habe die Gutsverwaltung nie gestellt. Bei den Anpflanzungen auf den Ausgleichsflächen habe sich die „prognostizierte Wirkung nicht eingestellt“. „Darauf werden wir reagieren“, sagte Hansen. Ein Rückgang der Vogelbestände sei kein Einzelfall. Hansen macht dafür unter anderem erhöhte Raubtierpopulationen verantwortlich.

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