Langerwehe - Grundschulkinder gestalten ihre eigenen Traumwelten

Grundschulkinder gestalten ihre eigenen Traumwelten

Von: kin
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Kleine Museums-Experten: Schüler der Offenen Ganztagsschule der Langerweher Wehebachschule haben elf Wochen lang „Museobil-Boxen“ gestaltet. Foto: Kinkel
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Die „Museobil-Boxen“ werden im Töpfereimuseum präsentiert. Foto: Kinkel
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Lydia Reinartz (l.) und Sybille Stollwerk, Museumspädagogin des Töpfereimuseums haben das Projekt betreut. Foto: Kinkel

Langerwehe. Aus alten Fliesen und einer kleinen Styroporplatte hat Maurice sich einen Fernsehapparat gebastelt. Und ein kleiner „Fidget Spinner“ (Handkreisel) wurde kurzerhand zu einem Ventilator umfunktioniert. Maurice ist acht Jahre alt, und besucht die Wehebachschule in Langerwehe.

Nach den Sommerferien kommt er in die dritte Klasse. Er gehört zu den Jungen und Mädchen, die an dem Projekt „Museobil-Boxen“ teilgenommen haben. Das Projekt, das vom Bundesverband Museumspädagogik und vom Bundesbildungsministerium gefördert wird, war eine Gemeinschaftsaktion von Wehebachschule und Töpfereimuseum – und Maurice und seinen Mitschülern hat es jede Menge Spaß gemacht.

Die „Museobil-Boxen“ sind 50 mal 50 Zentimeter groß, schneeweiß, und die Jungen und Mädchen hatten die Aufgabe, darin ihre eigene kleine Welt zu gestalten. Sibylle Stollwerk, Museumspädagogin des Töpfereimuseums: „Die Kinder sollten ihre Boxen mit dem bestücken, das ihnen so wichtig ist, dass es auch in einem Museum gezeigt werden könnte.“ Manche Kinder haben versucht, ihr Zimmer nachzubauen.

Andere haben ihre Haustiere abgebildet. Und so finden sich in Lauras (9) Kiste ihre Katze Cindy und Hund Frieda, Johannka (9) hat für ihre Box einen Dinosaurier und einen großen Schreibtisch gebastelt. Zum Teil haben die Grundschulkinder mit Ton gearbeitet, zum Teil haben sie aber auch andere Materialien benutzt. Manche Kinder haben sich in ihren Boxen auch mit ihren Wünschen beschäftigt. In Linas Box gibt es zum Beispiel ein Einhorn – das kleine Mädchen findet diese Fabeltiere unheimlich toll und hätte gerne eins.

Marie Cäcilia Creutz, die das Projekt für die Wehebachschule betreut hat: „Bei den ‚Museobil-Boxen‘ konnten Kinder aller Schuljahre mitmachen. Außerdem war das Projekt sehr ideenfördernd, es hat die Fantasie angeregt und auch den Umgang mit Sprache der Kinder enorm erklärt.“ Der Grund dafür ist schnell erklärt: Bei einem großen Abschlussfest mit den Eltern hat jeder Schüler seine Box genau erklärt – vor allen Besuchern. Creutz: „Die Kinder haben sich enorm weiterentwickelt. Das war wirklich schön zu sehen.“

„Museen sind nicht langweilig“

Im Rahmen des Projektes haben sich die Langerweher Grundschüler auch das Töpfereimuseum und ein großes Museum in Aachen genau angesehen. Lina: „Ich habe immer gedacht, dass Museen ziemlich langweilig sind. Aber das stimmt überhaupt nicht. Da kann man ganz schön viel entdecken.“ „Wir dürfen auch nicht vergessen“, ergänzt Mia, „dass wir auch eine Dorfrallye durch Langerwehe gemacht haben.“ Schließlich sei Langerwehe ja Töpfergemeinde. „Im Boden war früher sehr viel Ton“, erklärt die Schülerin. „Und deswegen gab es in Langerwehe früher sehr viele Töpfer. Bei unserer Rallye haben wir Plätze in unserem Dorf gesucht, wo man heute noch sehen kann, dass Langerwehe eine Töpfergemeinde ist.“

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