„Grundsätzliche Bedenken“ bei der Erweiterung der Deponie Horm

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Kreuzau/Horm. Der Erörterungstermin zur Erweiterung der Deponie Horm ist abgeschlossen. Vom 7. bis 8. Juni fand dieser unter Leitung der Bezirksregierung Köln statt. Den Antrag auf Erweiterung stellte der Kreis Düren. Geplant ist ein zusätzliches Deponievolumen von 3,8 Millionen Kubikmetern für Abfälle der Klasse I. Dies sind mineralische Stoffe wie Bauschutt, Straßenaufbruch und gering belasteter Bodenaushub.

In der Erörterung konnten Einwender ihre Bedenken und Fragen an den Kreis Düren, die Bezirksregierung und Fachbehörden richten. Die 150 privaten Einwendungen kritisieren unter anderem die mögliche zusätzliche Staub- und Lärmbelastung, eine Gefährdung des Grundwassers sowie Probleme des zusätzlichen Verkehrs. Auch die Besorgnis um negative Veränderung des Landschaftsbildes, der Wertverlust von Eigentum und die Beeinträchtigung der Lebensqualität wurden thematisiert.

Aus vielen Einwendungen wird deutlich, dass Anwohner nicht bereit sind, weitere Belastungen aus dem Deponiebetrieb hinzunehmen. Der Kreis Düren ging noch 2011 vom endgültigen Ende der Deponie aus, hat aber seine Planungen geändert. Er beruft sich dabei unter anderem auf ein Bedarfskonzept des Umweltministeriums. Demnach müssten kurzfristig neue Deponievolumina geschaffen werden. Hier sieht sich der Kreis als Entsorgungsträger in der Pflicht. Das Betriebsgeschehen würde sich gegenüber der Stilllegungsphase nicht wesentlich ändern, argumentiert der Kreis.

Der Erörterungstermin hat nach Auskunft der Bezirksregierung im Bereich der Lärmproblematik zu „befriedenden Ergebnissen und Aufklärung führen können, die grundsätzlichen Bedenken gegen das Vorhaben blieben dennoch bestehen“. Die Entscheidung werde angesichts der Vielzahl der abzuwägenden Aspekte „einige Zeit“ in Anspruch nehmen.

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