Langerwehe - Grünen-Ratsmitglied Knorr: „Ist die EGL noch zu retten?”

Grünen-Ratsmitglied Knorr: „Ist die EGL noch zu retten?”

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:

Langerwehe. „Ist die EGL in Langerwehe noch zu retten?” Diese Frage stellen die Ratsvertreter von Bündnis90/Die Grünen, nachdem sie den Bericht eines Wirtschaftsprüfers zum Jahresabschluss 2008 der Entwicklungsgesellschaft Langerwehe gelesen haben.

So summiere sich der Verlustvortrag auf mehr als 400.000 Euro und - so zitiert Hans-Jürgen Knorr, Sprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen in Langerwehe, aus dem Bericht, - es sei davon auszugehen, dass das Eigenkapital, etwa durch Zinszahlungen, im Laufe des Geschäftsjahres verbraucht sein werde.

Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen befürchtet nun die Folgen einer möglichen Insolvenz. Der Grund: Die Gemeinde hat für Darlehen der EGL die Bürgschaft übernommen. Eine Insolvenz hätte für das ohnehin verschuldete Langerwehe somit weitreichende Konsequenzen.

Die Fraktion kritisiert zudem die geringe Transparenz, aufgrund der mangelnden Einbindung aller Fraktionen. Außerdem sei „wenig wirtschaftliches Denken” erkennbar. Knorr weiter: „Unverständlich ist für uns vor allem, warum nicht jede Möglichkeit der Werbung für das Baugebiet mit seiner verkehrsgünstigen Lage genutzt wird. So war die EGL weder auf der Dürener Baumesse, bei der Einweihung der Euregiobahn oder beim Sommerfest der Langerweher Gewerbetreibenden mit einem Infostand zu finden.”

Die vom Wirtschaftsprüfer geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der EGL könne die Fraktion bislang nirgendwo erkennen. Die Kritik führt Hans-Jürgen Knorr zu einer weiteren Frage: „Sollen wir also nur abwarten, ob es die EGL zum Jahresende noch gibt, oder wäre doch nicht besser Handeln mit Einbezug aller politischen Gruppen die bessere Lösung?”

Die EGL wurde gegründet, um die Entwicklung der Gemeinde zu fördern. Mit dem Erlös aus der Vermarktung von Baugebieten sollten - so die Grundidee - andere Projekte zur Förderung Langerwehes finanziert werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert