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Grüne wollen Umweltzone für Dürens Innenstadt

Von: tob
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Düren. Die Grünen lassen nicht locker. Am Montagmorgen trafen sie sich erneut mit einer Abordnung um die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Verena Schloemer und den Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer am Friedrich-Ebert-Platz, um für Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu werben.

Verena Schloemer kritisiert, dass bislang nichts geschehen sei. Von Ende 2009 bis zum 5. Januar 2010 waren Luftwerte in der Innenstadt gemessen worden. Das Ergebnis: Der nach der Luftqualitäts-Richtlinie der EU zulässige Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Luft wird an Schoeller- und Euskirchenerstraße überschritten.

Am Friedrich-Ebert-Platz wurden 2009 sogar die höchsten Werte landesweit gemessen. In einem solchen Fall muss dann von der Bezirksregierung ein Luftreinhalteplan erstellt werden. Geschehen ist das bislang nicht.

Wie Bezirksregierungssprecherin Christina Köntje am Montag mitteilte, lägen die sogenannten Grundlagendaten noch nicht vor, die zur Erstellung des LRP nötig seien. Und diese Daten erhebt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW (LANUV). Haushaltsrechtliche Gründe hätten diese Erhebung verzögert. Bis zum Jahresende sollen die Daten vorliegen.

Schloemer kritisiert zudem, dass sich die Politiker anderer Dürener Parteien auf die B 56n zurückzögen. „Vor 2013 wird keine Entscheidung fallen, also haben wir vor 2018 keine fertige B 56n. Wir halten das den Bürgern gegenüber für skandalös.” Schloemer will die Bürger ermuntern, notfalls ihr Recht auf reine Luft einzuklagen.

Die Grünen plädieren für Sofortlösungen, vor allem für eine Umweltzone. Die bereits erzielte freiwillige Vereinbarung mit der Industrie zur Reduzierung der Werte sei zu wenig, sagt Schloemer.
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