Grüne: „Königinnenzwang ist Diskriminierung”

Von: sj
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Kreis Düren. Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert eine „Distanzierung vom Königinnenzwang” in Schützenvereinen.

In der jüngsten Sitzung des Kreiskulturausschusses wurden den Schützenvereinigungen im Kreis Düren einstimmig zur Pflege des Brauchtums für dieses Jahr 3000 Euro zugebilligt. Diese Mittel wollen die Grünen nur noch den Schützenbruderschaften auszahlen, die sich öffentlich von dem im März gefassten Beschluss des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften distanzieren.

Deutschlands zweitgrößte Schützenvereinigung hatte die Satzung geändert und lehnt ein öffentliches Auftreten als gleichgeschlechtliches Königspaar ab. Die Grünen sehen es als „Diskriminierung aller Schwulen und schwulen Paare an, von einer Vereinigung vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen oder als nicht ebenbürtig behandelt zu werden”. „Der Beschluss gehört historisch gesehen auf den Misthaufen”, schimpfte laut Medienberichten der Parlamentarische Geschäftsführer und menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck.

„Der Tradition verpflichtet stehen Schützenvereine für Glaube, Sitte und Heimat ein. Sie sind wichtiger Bestandteil im gesellschaftlichen Leben”, finden die Kreisgrünen. In der Außenwahrnehmung sind dies die Feste mit Umzügen, Fahnen und Spalieren. Aus welchen Gründen schwule Paare dazu nur in der zweiten Reihe fähig sind, „erschließt sich dem vorurteilsfreien Menschen nicht”.

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