Grüne im Kreis Düren: Krischer zum Direktkandidaten gewählt

Von: jago
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Grüne wählen Bundestagskandi
Grüne wählen Bundestagskandidaten: Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses von Versammlungsleiter Christian Waldrich (links) freute sich Oliver Krischer (rechts) über die hundertprozentige Zustimmung. Foto: Jagodzinska

Düren. Die Vorbereitungen der Parteien zur Bundestagswahl im September 2013 nehmen Fahrt auf. Bei der Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im Jülicher Kuba war die Wahl des Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis 91 Kreis Düren wichtigster Tagesordnungspunkt.

Zur Wahl stellte sich Oliver Krischer, der 2009 nach dem historisch besten Wahlergebnis der Partei im Bund über die Landesliste erstmals in den Bundestag eingezogen ist. Vor der Abstimmung gab der Abgeordnete den Parteifreunden Einblicke in die Arbeit im Bundestag. „Wir haben eine Riesenchance, dass deutsche Energiepolitik weltweit Mainstream wird. Wenn wir das versemmeln, ist das Thema tot”, äußerte er sich zu seinem Schwerpunktthema. Der „derzeit unfähigsten Bundesregierung aller Zeiten” warf er diesbezüglich vor, sie sei „nicht in der Lage, die überfällige Energiewende voranzubringen”.

Konkret wertete Krischer den „Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg” als eine populistische Maßnahme nach Fukushima. Nicht aus einer Überzeugung heraus, sondern um das Thema Atomausstieg wahlkampftaktisch für sich zu reklamieren.

Als Beleg der tatsächlichen Urheberschaft zeigte er ein Flugblatt der Grünen, mit dem man bereits 1986 auf die Brisanz in der Energieversorgung aufmerksam gemacht hat. Die Veranstaltung sah man als einen der ersten Schritte, die Ablösung von Schwarz-Gelb einzuleiten.

Die neue Regierungskonstellation kann für Krischer „realistisch nur Rot-Grün” sein. Auf die Frage eines Parteimitglieds wo denn „die Schwierigkeiten, mit der Linken zusammenzuarbeiten” seien, antwortete Krischer: „Die Linken-Fraktion im Bundestag ist eine absolut zerstrittene Truppe ohne erkennbare Linie.” Weiterhin thematisiert wurden das Image von Angela Merkel und das von Norbert Röttgen. Laut Krischer muss man das Image der Kanzlerin bei der Betrachtung der negativen Umfragen zur Regierungsarbeit als „schizophren” einordnen, der abgestürzte NRW-Wahlverlierer sei einfach nur ein Blender.

An der Wahl Krischers zum Direktkandidaten wurde nie gezweifelt. Das Ergebnis war ebenso einstimmig, wie die Vergabe des Votums des Kreisverbandes Düren für die Aufstellung der Landesliste NRW zur Bundestagswahl 2013. In den weiteren satzungsgemäßen Wahlgängen zur Bestimmung der Konferenzdelegierten erhielten die vorgeschlagenen Mitglieder jeweils das Vertrauen mit einstimmigen Ergebnissen. Ergänzend zur Tagesordnung stand die Versammlung im Zeichen des Aktionstags „Faire Schokoladenseite” der Organisation TransFair. Dazu wurden fair gehandelte Produkte und Informationsmaterial verteilt.

Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz sind Astrid Hohn, René Becker, Axel Korn, Anna Zentis. Stellvertreter: Sybille Haußmann, Oliver Krischer, Jürgen Laufs, Gudrun Zentis.

Delegierte für die Bundesdelegiertenkonferenz: Sabine van Gysegher, Astrid Hohn, Christian Waldrich. Stellvertreter: René Becker, Verena Schloemer, Gundrun Zentis.

Delegierter Landesparteirat: Jörg Benter. Stellvertreter: Oliver Krischer, Sabine van Gysegher.

Delegierte Bezirksrat: Gudrun Zentis. Stellvertreter: Eva-Maria Kolonko-Hins, Axel Korn, Oliver Krischer.

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