Düren/Nürburgring - „Grüne Hölle”: Dürener bei Extrem-Radrennen am Nürburgring

„Grüne Hölle”: Dürener bei Extrem-Radrennen am Nürburgring

Von: Jörg Abels
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Kurt Großmann, Heinrich Johne
Kurt Großmann, Heinrich Johnen und Ralf Jungherz (v.r.) fiebern dem „24-Stunden-Radrennen” auf dem Nürburgring entgegen, bei dem sich Spenden für das Sozialwerk Dürener Christen, vertreten durch Geschäftsführer Günter Kirschbaum (l.) sammeln wollen. Foto: Abels

Düren/Nürburgring. „Ein bisschen verrückt muss man schon sein”, räumt Ralf Jungherz freimütig ein. Der Dürener startet in zwei Wochen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Nein, nicht in einem der mehrere hundert PS starken Tourenwagen, die Jahr für Jahr den Mythos „Grüne Hölle” aufs Neue begründen. Jungherz muss selbst für seine Fortbewegung sorgen. Am 20. und 21. August heißt es für ihn nicht „Rock am Ring, sondern „Rad am Ring”. Jungherz startet beim mittlerweile achten 24-Stunden-Radrennen - als Solist.

24 Stunden alleine im Sattel, rund um die Uhr bei Wind und Wetter. Dafür hat das Mitglied des RRC Merken in den vergangenen Wochen und Monaten fast täglich trainiert, tausende Kilometer auf dem Rennrad abgespult.

Durchhalten und ankommen lautet sein Ziel, die Herausforderung meistern und den inneren Schweinehund überwinden. Obs klappt? Im vergangenen Jahr stoppten Wadenkrämpfe den Dürener, nach 17 Stunden. Diesmal will er unbedingt die Zielflagge sehen.

Wie schwer das Unterfangen wird, zeigt ein bloßer Blick auf die Details der Strecke. Auf jeder der rund 23 Kilometer langen Runden über die legendäre Nordschleife und den Grand-Prix-Kurs müssen die Radfahrer 500 Höhenmeter bewältigen, mit Anstiegen von bis zu 17 Prozent und rasenden Abfahrten, die bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern höchste Konzentration verlangen. Kein Wunder, dass Jungherz Nervenkitzel und Adrenalinkick als Gründe anführt, sich der sportlichen Herausforderung zu stellen.

Jungherz geht das Abenteuer nicht alleine an. Mit ihm nehmen 18 weitere Fahrer aus der Region den Ring unter die Pedale, beispielsweise sein Vereinskamerad Heinrich Johnen.

Anders aber als Solist Jungherz geht er im Team an den Start, kann sich so die eine oder andere Ruhepause vor allem in der Nacht gönnen. Neben dem Einzel gibt es Wettbewerbe für 2er, 4er und 8er-Mannschaften. „Wir wechseln uns regelmäßig ab”, erklärt Johnen, den das Flair der Rennstrecke und die einmalige Atmosphäre des Tag- und Nacht-Rennens bereits zum fünften Mal anziehen.

„Deutlich unter einer Stunde benötigen die Schnellsten für eine Runde”, betont Johnen. 34 spulte das beste Team bislang in den 24 Stunden ab, auf 28 brachte es der beste in der Einzelwertung.

Während Jungherz und Johnen 24 Stunden lang über den Asphalt strampeln, geht es für Mountainbiker Kurt Großmann und sein Team im zweiten Schwerpunkt der Veranstaltung zum „24-Stunden-Rennen” ab ins Gelände.

Zeit, die Landschaft unterhalb der Nürburg zu genießen, bleibt aber kaum, verweist der 64-Jährige auf eine sehr anspruchsvolle Strecke. Der Nideggener, früher aktiver Motorsportler, kennt die Nordschleife aus unzähligen Langstreckenrennen zwar aus dem Effeff, hat sich dann aber gegen das Rennrad und für das Mountainbike entschieden. „Eine Stunde auf Anschlag fahren, dann folgt der Wechsel”, beschreibt Großmann den Wettbewerb.

Eines haben die drei Fahrer gemein: Sie wollen mit den übrigen Startern aus der Region die sportliche Herausforderung mit einem karitativen Zweck verbinden und haben bereits zahlreiche Firmen als Kilometer-Sponsoren gewonnen.

Die Extremsportler wollen die Arbeit des Sozialwerks Dürener Christen mit Jugendlichen unterstützen, insbesondere ein Projekt für junge Leute, die den Kontakt zur Arbeitswelt komplett verloren haben.

Ansprechpartner für das Kilometer-Sponsoring (auf das Konto 656744 des Sozialwerks bei der Sparkasse Düren) ist Ralf Jungherz, der per Mail ralfjungherz@unitybox.de zu erreichen ist.
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