„Grüne Häuser”: Wohnungsaufsicht setzt eine Frist für Reparaturen

Von: Stephan Johnen
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Die Bewohner der „Grünen Hä
Die Bewohner der „Grünen Häuser” hatten Unterschriften gesammelt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Foto: Johnen

Düren. Gesprungene Glasplatten an den Balkonen, verrostete Brüstungen und Feuchtigkeit in den Kellerräumen: Mit einer Unterschriftenliste hatte mehr als die Hälfte der Bewohner der „Grünen Häuser” an der Neuen Jülicher Straße in Düren kurz vor Weihnachten ihrer Forderung nach Ausbesserung Nachdruck verliehen.

Die Bewohnergruppe „Grüne Häuser” hatte die Unterschriften in der 104 Wohneinheiten zählenden Anlage gesammelt und heftige Kritik an der Hausverwaltung geübt. Doch was ist seitdem geschehen?

„Nach einer Ortsbegehung Mitte Januar mit Hausverwaltung, Bewohnern, Ämtern und der Eigentümerin haben wir der Hausverwaltung eine Frist gesetzt, die gravierenden Mängel zu beseitigen”, bestätigte Christian Sanfleber als Leiter der Wohnungsaufsicht der Stadt Düren am Donnerstag, dass Bewegung in die Sache gekommen sei. So sei bereits damit begonnen worden, die defekten Glasplatten durch bruchsicheren Kunststoff zu ersetzen. Ebenfalls bis März müsse die Hausverwaltung eine Prioritätenliste zur weiteren Sanierung der Immobilie vorlegen.

Bis Sommer muss beispielsweise etwas gegen die feuchten Kellerräume unternommen werden. Bis Mitte des Jahres sollen auch die Grünanlagen angelegt werden. Das Amt prüfe derzeit auch, ob es Fälle von überhöhten Garagenmieten gibt. Sollten die Fristen verstreichen, werde das Amt bei Mängeln, die eine „erhebliche Gefährdung” darstellen, die Bauordnung einschalten.

„Da wird mit härteren Bandagen gekämpft”, sagte Christian Sanfleber. „Wir haben aber den Eindruck, dass in den Grünen Häusern zügig etwas passiert”, fügte er hinzu. Es habe allerdings auch Fälle gegeben, in denen die Handwerker mehrfach trotz vereinbarter Termine vor verschlossener Türe standen.

In 40 Wohnungen müssten noch Arbeiten abgeschlossen werden, sagte Karlheinz Henning von der der Objekta-Hausverwaltung. Sobald das Wetter es zulasse, werde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen, um den Keller abzudichten. Im Frühling soll in der Außenanlage auch Rasen gesät werden.

„Am Aufstellen von zusätzlichen Bänken soll es nicht scheitern”, versicherte Henning. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, wolle er die Bewohnergruppe anschreiben und zu einem Treffen einladen.
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