„Grüne Häuser”: Schon Ratten in den Wohnungen

Von: fjs
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Von einem dichten Unkrautring umgeben sind die „Grünen Häuser” im Dürener Norden. Die Bewohner beklagen, dass inzwischen Ratten über die Balkone in die Wohnungen eindringen. Foto: Schröder

Düren. So viel grüner Wildwuchs ist auch den Bewohnern der „Grünen Häuser” zu viel. Von Unkraut umringt ist die Wohnanlage Neue Jülicher Straße 65 - 83. Und das zieht sehr zum Ärger der rund 400 Bewohner Mäuse und Ratten an.

„Die kommen durch die Dämmung sogar schon bis in die oberste Etage”, klagen die Mieter des 1975 gebauten Wohnkomplexes. Meterhohe Disteln, Brennnesseln und anderes Unkraut bilden einen Ring um die Wohnanlage. „Das sieht verwahrlost aus”, beschweren sich die Mieter und beklagen, dass „Ratten und Mäuse über die Balkone in die Wohnungen dringen”. Niemand hat bisher geholfen.

Die Aachener Hausverwaltungsfirma Objekta nicht und auch nicht die Münchner Firma Arsago als Eigentümer. „Wir wären ja schon froh, wenn mal jemand mit uns sprechen würde”, sagen die Bewohner. Sie verweisen darauf, dass im Rahmen des Programms „Soziale Stadt” dem Eigentümer Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Kosten für eine Neugestaltung des Außengeländes in Aussicht gestellt wurden, aber nichts geschah.

Notfalls vor Gericht ziehen

Im Rahmen dieses Programms, das in der Nordstadt mit sichtbarem Erfolg läuft, bemüht sich auch die Menschen in den „Grünen Häusern” um eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Sie werden dabei von der Stadtteilvertretung unterstützt. „Wenn aber der Eigentümer die Anlage so verkommen lässt, kämpfen wir gegen Windmühlenflügel”, spricht aus mancher Stimme schon Resignation. Mehr als die Hälfte von ihnen hat sich jetzt mit dem Ziel zusammengeschlossen, notfalls die Justiz zu bemühen.

Unterstützung erhalten sie aus der Nachbarschaft. Der Inhaber eines Eiscafés sieht sich durch den Wildwuchs beeinträchtigt, und auch die Leitung der gegenüber liegenden Realschule Bretzelnweg hat sich solidarisch erklärt. Dabei sah alles zunächst gut aus. Das Tiefbauamt der Stadt hatte einen Plan erarbeitet, wie die Wohnanlage begrünt und mit Sitzecken freundlicher werden könnte. Aber bis jetzt wartet man vergeblich darauf, dass etwas geschieht.
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