Grüne fordern Umweltzone für die Dürener Innenstadt

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
grüne30-bu
Zu viel NO2: Die Grünen um den Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer und die Stadtfraktionsvorsitzende Verena Schloemer wollen Sofortmaßnahmen gegen die Luftverschmutzung. Foto: Röber

Düren. „Düren ist in Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter!” In der Aussage von Georg Schmitz, dem verkehrspolitischen Sprecher der Dürener Grünen, klang Dienstagnachmittag eine Menge Sarkasmus mit.

Kein Wunder, ist Düren doch die Stadt in NRW, die an der Euskirchener Straße auf den höchsten Stickstoffdioxidwert des Landes kommt. Das ergaben Luftqualitätsmessungen aus dem Jahr 2009.

Das ist ein bekanntes Problem, ebenso, dass ein Luftreinhalteplan her muss. „Der Prozess läuft auch, aber das ist uns nicht genug”, betonte Schmitz. Mit seinen Parteifreunden hatte er am Dienstag rund um den Kreisverkehr am Friedrich-Ebert-Platz mit grünen Luftballons, die die Aufschrift NO2 (chemisches Zeichen für Stickstoffidoxid) trugen, und Flugblättern auf das Problem der Luftverschmutzung aufmerksam gemacht.

„Wir sind für die Ostumgehung”, betonte Verena Schloemer, die Fraktionsvorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion. Aber es müsse mehr getan werden. Und vor allem jetzt. „Fakt ist: Selbst wenn jetzt mit dem Bau der Umgehung begonnen würde, dauert es noch fünf Jahre, bis sie fertig ist. Das kann man den Menschen, die hier wohnen, nicht zumuten.”

Daher fordern die Grünen die Einrichtung einer Umweltzone, um vor allem die Lkw aus der Innenstadt fernzuhalten. Die Umweltzone solle dann aber nicht bloß für den Kreisverkehr gelten, sondern für die gesamte Innenstadt. Skeptikern hält Schmitz entgegen: „Mit einer Umweltzone bricht hier nicht alles zusammen, da es viele Ausnahmeregeln gibt.”

ÖPNV attraktiver machen!

Zudem werde zu wenig für den Fahrradverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr getan. Auch die Einführung eines Jobtickets und bessere Busverbindungen schlugen die Grünen am Dienstag vor. Zudem müsse die Lkw-Maut auf alle Straßen ausgedehnt werden und dürfe nicht nur auf Autobahnen gelten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert