Disternich/Kreis Düren - Grüne fordern Entzug der Jagderlaubnis

Grüne fordern Entzug der Jagderlaubnis

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Disternich/Kreis Düren. Nach dem Urteil des Amtsgerichtes Aachen im so genannten „Vogelmord-Prozess” fordern die Grünen im Dürener Kreistag Landrat Spelthahn auf, dem Verurteilten die Jagderlaubnis umgehend zu entziehen.

Das Fangen und Vergiften von mindestens 82 geschützten Greifvögeln im Raum Disternich hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Allerdings konnte dem Jagdpächter nur ein einziger Fall nachgewiesen werden.

Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Wir begrüßen das Urteil, auch wenn es angesichts der Dimension der Tierquälerei reichlich milde ausgefallen ist. Wichtig ist aber vor allem die Signalwirkung, dass das Fangen und Vergiften von Greifvögeln kein Kavaliersdelikt ist.

Deshalb fordern wir den Landrat auf, dem Verurteilten umgehend die Jagderlaubnis zu entziehen und vorhandene Waffen sicherzustellen. Es kann nicht sein, dass der Verurteilte weiter mit der Flinte durch die Gegend läuft.”

Darüber hinaus erwarten die Grünen, dass der Kreis Düren endlich aktiv wird, um Greifvogelmorde zu unterbinden. Krischer: „Ohne das ehrenamtliche Engagement weniger Naturschützer wäre der Skandal überhaupt nicht aufgeflogen und wahrscheinlich würden in Disternich heute noch Greifvögel gefangen und vergiftet.

Trotz vielfältiger Aufforderungen hat der Kreis Düren als zuständige Jagd- und Naturschutzbehörde in den letzten zwei Jahren nichts Erkennbares unternommen, um die Tiere zu schützen und den Tätern das Handwerk zu legen.

In Kooperation mit Naturschützern, seriösen Jagdvertretern, Polizei und der Stabsstelle für Umweltkriminalität im Düsseldorfer Umweltministerium müsse der Kreis Düren ein Konzept entwickeln, wie dem Greifvogelmorden begegnet werden kann.

„Leider scheint das Greifvogelmassaker in Disternich nur die Spitze eines Eisbergs zu seinÓ, erklärte Krischer weiter, „denn immer wieder werden im Kreis Düren Fallen und vergiftete Greifvögel gefunden und nur in den seltensten Fällen können die Täter wirklich dingfest gemachen werden”.
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