Düren - Grüne fordern Bürger online zur politischen Beteiligung auf

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Grüne fordern Bürger online zur politischen Beteiligung auf

Von: Jörg Abels
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Emily Willkomm-Laufs, Carmen Heller-Macherey und Oliver Krischer hoffen auf zahlreiche Vorschläge für grüne Politik über das Internetportal.

Düren. Knapp 260.000 Bürger wohnen im Kreis Düren, aber nicht mal 200 engagieren sich bei den Grünen. Trotz leicht steigender Tendenz bewegt sich die Zahl der Parteimitglieder im Vergleich zur Gesamtbevölkerung im Promillebereich. Sympathisanten gibt es weitaus mehr, wie die Wahlergebnisse zeigen.

Deshalb ist für den Kreisvorsitzenden Oliver Krischer eine Botschaft ganz wichtig: „Wer will, dass in Zukunft mehr grüne Politik in den Räten vertreten ist, muss sich auch beteiligen.“

Und dabei denkt der Bundestagsabgeordnete nicht nur an die Gemeinde Vettweiß, in der es den Grünen nicht gelungen, zwei aus persönlichen Gründen vakant gewordene Ratsmandate neu zu besetzen, und an den Merzenicher Rat, in dem die Grünen überhaupt nicht vertreten sind, weil sie 2009 keine Kandidaten fanden. Der Eindruck, nichts bewegen zu können, sei falsch, betont Krischer. „Es gibt in jeder Kommune Themen, die man bearbeiten kann.“

Mit einer neuen Online-Plattform fordern die Grünen die Bürger nun auf, sich aktiv zu beteiligen. Gefragt sind Ideen und Vorschläge für die „grüne Politik“ vor Ort, die bei der Erstellung des Wahlprogramms für die Kommunalwahlen im Mai berücksichtigt werden können. „Dabei geht es uns gar nicht um programmatische Aspekte, sondern konkret um die Lebenswirklichkeit vor Ort“, erklärt Krischer.

Ziel sei es, mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen. Jeder Vorschlag werde aufgegriffen und kommentiert, versprechen das Dürener Stadtratsmitglied Carmen Heller-Macherey und ihre Jülicher Kollegin Emily Willkomm-Laufs. Am Ende werden die Vorstände des Kreisverbands und der Ortsverbände beraten, in welcher Form Vorschläge aufgegriffen werden können.

Mit der Online-Beteiligungsplattform starten die Grünen einen Versuch, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen. Sie haben aber auch die Hoffnung, dass der eine oder andere sich im Dialog ermuntert fühlt, in die politische Arbeit einzusteigen. Die Beteiligung auf der Internetplattform ist denkbar einfach. Wer Vorschläge unterbreiten will, muss sich zwar registrieren, braucht aber nicht zwingend seine Identität preiszugeben. Nur die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist aus Gründen des Dialogs zwingend erforderlich. Wie groß die Resonanz sein wird?

Die Grünen wollen sich überraschen lassen. „Ich bin aber überzeugt, dass wir 2014 die 200-Mitglieder-Marke übertreffen werden“, erklärte Krischer.

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