Großes Zelt über dem Haus: Gebaut wird trotz Winter

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Ein Dach über dem Dach: Unter diesem Bauzelt in Gürzenich kann auch weitergearbeitet werden, wenn es friert und schneit. Foto: kel

Gürzenich. An Neubauten ruhen im Winter oft alle Arbeiten - Frost, Schnee und Eis machen das Arbeiten unter freiem Himmel unmöglich. Die Handwerker können nichts tun und beziehen das so genannte „Schlechtwettergeld”. Dass es auch anders geht, ist derzeit in Gürzenich zu beobachten.

An der Straße „Am Breuershäuschen” verwirklichen Viola Schinke und Peter Biegon ihren Traum von den eigenen vier Wänden. Über ihrem künftigen Zuhause spannt sich ein großes Zelt. Zehn Meter ist es hoch, 13 Meter breit und 17,50 Meter lang. Drinnen sorgt eine Biodiesel-Heizung dafür, dass die Temperatur konstant bei fünf bis sechs Grad Plus liegt. Unter solchen Voraussetzungen machen die Handwerker natürlich ohne Winterpause weiter. Angefangen haben sie in der letzten Januarwoche und das Paar plant, Ende Mai einzuziehen.

Eine Idee, die sich rechnet

Die Idee stammt von der Firma Viebrockhaus. Die „Bauzelte” bestehen aus mehreren Elementen, die je nach Bedarf zu unterschiedlich großen Seiten- und Stirnwänden sowie Dächern zusammengefügt werden können. Das Ganze ruht auf Schienen, so dass das Zelt auch einmal geöffnet werden kann, beispielsweise, wenn ein Kran Material liefert. Aufgebaut ist der Bau-Schutz in zwei Tagen, der Abbau geht sogar an einem Tag. Voraussetzung dafür, diese Technik nutzen zu können, ist ein ausreichend großes Grundstück rund um die Baustelle. Bei einem Reihen-Mittenhaus gäbe es also Probleme.

Für die Bauherren bedeutet der Einsatz des Bauzeltes auch Sicherheit bei der finanziellen Planung. Und weil die Baufirma selbst so Planungssicherheit gewinnt und außerplanmäßige Verzögerungen vermeidet, kostet das Zelt überm Haus die Bauherren nichts. Viola Schinke und Peter Biegon ist es recht, sie freuen sich nach dem langen Winter auf ihren ersten Sommer im eigenen Heim.
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