Köln/Düren - Großes Kölner Terminal leiser als erwartet

Großes Kölner Terminal leiser als erwartet

Von: jan
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Mitglieder der CDU-Ortsverände Düren-Ost und Arnoldsweiler besuchten das Container-Terminal in Köln Niehl (v.l.): Katharina Rolfink, Heinrich Hempsch und der Unternehmer Eberhard Hess ließen sich von CTS-Geschäftsführer Hans-Peter Wieland die Anlage erklären. Foto: Guido Jansen

Köln/Düren. Wie laut ist eigentlich ein Container-Terminal? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage sind 18 Dürener Bürger jetzt nach Köln gefahren, um das Container-Terminal in Köln-Niehl zu besichtigen.

Sie wollten wissen, was auf sie zukommen könnte, wenn der Bau des Terminals bei bei dem große Container von der Straße zum Transport auf die Schiene umgeladen werden könnten, in die Tat umgesetzt werden sollte. Die CDU-Ortsverbände Arnoldsweiler und Düren-Ost hatten zu der Fahrt aufgerufen. Die Initiative zu der Besichtigung war von dem Dürener Unternehmer Eberhard Hess ausgegangen.

Eine Meinung gebildet haben sich Dürener noch nicht. „Ich weiß immer noch nicht, ob ich dafür oder dagegen bin“, sagte der Stadtverordnete Hermann-Josef Geuenich auf die Frage nach einem Fazit. Eine aus seiner Sicht erstaunliche Erkenntnis nehmen er und die anderen mit aus Köln nach Düren. „Ich bin positiv überrascht. Die Geräusche beim Verladen der Container sind nicht so laut wie ich gedacht habe. Die Lastwagen, die auf der Straße vorbei fahren sind lauter“, sagte Geuenich, als die Gruppe rund 300 Meter vom Terminal entfernt standen und in Richtung der Wohnbebauung schauten, die in etwa 100 Metern Entfernung in der anderen Richtung beginnt.

Das Thema Lärmbelästigung kommt leiser weg als es die meisten erwartet haben. „Wir haben viele strenge Auflagen“, erklärte Hans-Peter Wieland, der Geschäftsführer der Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service. So kann in Köln nur im Zweischicht-Betrieb verladen werden, ab 22 Uhr werden keine Container mehr verladen. „Wir verlieren deswegen natürlich massig Geld. Aber so sind nun mal die Regeln“, so Wieland.

In Arnoldsweiler würde der Abstand des Terminals zur nächsten Wohnbebauung etwa 700 Meter betragen. Wenn sich Logistik- und Transportunternehmen ansiedeln würden, dann wären diese etwa 300 Meter von den Anwohnern entfernt.

Auch in Sachen Größenordnung ermöglichte der Besuch in Köln einen Vergleich. 175.000 Quadratmeter misst die Anlage, in Arnoldsweiler sind 105.000 geplant, das Terminal selbst mit der Stapelfläche soll 35.000 Quadratmeter umfassen, für die notwendige Logistik sind 70.000 Quadratmeter geplant.

Wieland berichtete zudem von einigen Beschwerden, die es regelmäßig gegen das Terminal gebe. Der größte Teil würde sich im Nachhinein als haltlos erweisen, selbst dann, wenn die Stadt Köln ihnen nachgehe. „Ich kann das oft nicht verstehen. Einerseits wollen die Menschen, dass die Verkehrs- und Umweltbelastung weniger wird. Andererseits soll eine Anlage, die das möglich macht, nicht in ihrer Nähe sein. Das funktioniert so nicht“, so Wieland, der aus den Reihen der Dürener viel Kopfnicken erntete.

„Eine persönliche Entscheidung für oder gegen das Terminal habe ich jetzt trotzdem nicht gefällt“, sagte Hermann-Josef Geuenich. „Das Thema ist sehr vielschichtig und der Lärm ist nur ein Aspekt.“ Gleichzeitig bedauerte er, dass nur so wenig Bürger der Einladung zur Fahrt nach Köln gefolgt waren. Nach den angeregten Diskussionen bei den Bürgerveranstaltungen vor Ort hatten die CDU-Ortsverbände mit mehr Beteiligung gerechnet.

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