Große Resonanz beim „Forum Bürgerbeteiligung“

Von: Bruno Elberfeld
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Referent Robert Hein, CDU-Fraktionsvorsitzende Maria Schoeller und ihre Kollegen aus dem Vorstand Dirk Becker, Georg Gelhausen und Günther Schmitz (v.l.) hatten zum ersten Forum eingeladen. Foto: Elberfeld

Merzenich. Am ersten „Forum Bürgerbeteiligung“ nahmen im Merzenicher Bürgerhaus viele Menschen aus dem Ort und den Nachbardörfern teil. Eingeladen hatte die CDU-Fraktion, deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Georg Gelhausen, assistiert von Kollegen des Fraktionsvorstandes, durch die Veranstaltung führte.

„In Merzenich soll Bürgerbeteiligung noch größer geschrieben werden“, wünschte Gelhausen, „und deshalb werden wir in unregelmäßigen Abständen zu solchen Foren einladen, die die Transparenz von Tätigkeiten des Rates und der Verwaltung fördern.“

Bei diesem Vorhaben unterstützte ihn an diesem Abend Robert Hein, Berater und Coach für Räte und Politiker auf nationalem und internationalem Parkett. „Demokratie lebt vom Mitmachen!“, stellte der Referent fest. An diesem Abend zeigte sich im Bürgerhaus in Merzenich ein gutes Beispiel: der Saal war voll. Und solch gute Ansätze, fuhr Hein fort, gelte es zu fördern und weiter zu entwickeln.

Mit einem Schwenker zu seiner Arbeit auf internationaler Ebene legte Hein die Probleme der Demokratisierung in Ländern dar, die gerade erst demokratische Strukturen erprobten. Den Menschen dort könne man demokratische Modelle westlicher Prägung nicht überstülpen, weil sie in einem ganz anderen Kulturraum lebten, von ganz anderen Traditionen beherrscht.

Für Deutschland müssten Wege beschritten werden, den Bürgern demokratisches Verständnis und demokratisches Handeln zu Gehör zu bringen, demokratische Vorgehensweisen zu erörtern, damit es zu einer fruchtbaren Kommunikation zwischen allen Beteiligten kommen könne.

„Kreative Geister“ gebe es überall und es gelte, sie nur zu erwecken, „Think Tanks“ in ganz Deutschland. Und der Referent nannte Wege zu diesem Handeln: Durchführen von Planspielen zu anstehenden Problemen, soziale Netzwerke in einem ausgewogenen Maße benutzen, sich einstellen auf die rasende Schnelligkeit von Nachrichtenübermittlung, den Umgang mit den neuen Medien erlernen. „Was spricht denn dagegen“, fragte Hein, „die Bürger bei Ratssitzungen und Ausschusssitzungen online zu beteiligen?“

Alle gewillten Bürger sollten an Entscheidungen auch über Internet & Co. teilhaben können. Warum könnte nicht der Haushalt im Jahre 2015 oder 2016 in Merzenich mit Bürgerbeteiligung beschlossen werden? „Die Bürger sollen auf Augenhöhe mit den jeweiligen Gremien beraten und eventuell entscheiden können“, forderte Georg Hein.

In der Diskussion zeigten engagierte Bürger im Saal ihr Interesse durch kritische Anmerkungen. „Widerspricht die Schnelligkeit der neuen Medien nicht der Sorgfaltspflicht, die bei Entscheidungen jeder Art notwendig ist?“, lautete die Frage eines Teilnehmers. „Leiden Entscheidungen mit solch einer großen Beteiligung nicht unter einer schlechten Qualität?“, war der Einwurf eines anderen.

Antwort des Moderators: „Alle müssen natürlich ihre Hausaufgaben machen, sollten vorbereitet sein!“

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