Große Koalition gegen die Ansiedlung von Decathlon

Von: sis
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Düren. Ihre Haltung ist unverändert eindeutig: Sie sind gegen die Ansiedlung des Sportmarktes Decathlon. In ihren Fraktionen warben sie für ihre Haltung. Vergeblich: Die Mehrheit ihrer Parteifreunde sprach sich in den internen Abstimmungen für die Ansiedlung des französischen Konzerns im Gewerbegebiet „Im Großen Tal” aus.

Und so folgten sie im Ausschuss für Stadtentwicklung eben dieser Mehrheit aus Fraktionsdisziplin. „Eine Enthaltung oder der Sitzung fernzubleiben passt nicht zu unserer Auffassung vom politischen Handeln”, sagten beide. Doch nur über einen prasselte die Kritik herein: Rainer Guthausen. Barthel Labenz kam ungeschoren davon.

Der Christdemokrat Guthausen wurde auch von Labenz Parteifreunden scharf angegriffen, weil er sich als Vorsitzender der IG City öffentlich gegen die Decathlon-Ansiedlung ausgesprochen, im Ausschuss aber mit „Ja” votiert hatte. Das Abstimmungsverhalten des ehemaligen Bürgermeisterkandidaten der Dürener SPD fanden die Genossen dagegen wohl in Ordnung: „Das ist pharisäerhaft”, sagte Guthausen.

Jetzt betonten der Christdemokrat und Vorsitzende der IG City sowie der Sozialdemokrat und Vorsitzende des Innenstadtforums noch einmal ihre ablehnende Haltung zur Decathlon-Ansiedlung: „Kommt Decathlon, entsteht ein enormer Schaden für die Innenstadt, auch weil ein Drittel des Decathlon-Angebotes bereits in der Kernstadt vorhanden ist”, argumentierten die beiden Kommunalpolitiker. Gleichzeitig befürchten sie, dass das Land Nordrhein-Westfalen Düren keine Fördermittel mehr für Maßnahmen in der Innenstadt zur Verfügung stellt, weil die Ansiedlung des Sportartikel-Konzerns innenstadtschädlich sei.

Auch verwundert es die beiden Männer, dass das Einzelhandelskonzept bereits bei seiner ersten Bewährungsprobe aufgeweicht werden soll: „Können sich Investoren nicht mehr auf dieses Konzept verlassen?”, fragten Labenz und Guthausen.

Auf jeden Fall haben der Christdemokrat und der Genosse die Hoffnung nicht aufgegeben, dass in Sachen Decathlon das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, muss doch die Stadt einen neutralen Gutachter mit der Untersuchung der Auswirkungen einer Ansiedlung beauftragen. Und dessen Antworten, sind sich Labenz und Guthausen sicher, werden in ihrem Sinne sein. Dann müsste das Projekt auf der Grünen Wiese im Stadtrat scheitern.
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