Große Augen wachen über Düren-Nord

Von: Tobias Röber
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Freuen sich über die gelungene Arbeit: Anleiter Markus Kleinertz, die jungen Künstler Giuseppe Sortino, Sarah Leys und André Bochnia, Stadtteilvertreter Burhan Cetinkaya, Künstlerin Antje Seemann sowie Stadtteilvertreter Karl-Heinz Küpper (von links). Foto: Tobias Röber

Düren. Große Augen blicken alle Passanten an, die Düren-Nord aus Richtung Bahnhof betreten. Eine Gruppe Jugendlicher hat dieses Wandgemälde geschaffen.

Am Donnerstagnachmittag wurde die neue Kunstwand an der Ecke Josef-Schregel-Straße/Neue Jülicher Straße unter dem Motto „Zusammenleben im Stadtteil” offiziell eingeweiht.

Drei große Bilder sind im Rahmen des Projektes entstanden. Auf der linken Fläche sieht der Betrachter die beiden Dürener Realschulen. „Wir haben überlegt, was die Menschen in Düren-Nord alles gemeinsam machen können”, sagt Antje Seemann.

Neben den Schulen, die von Jungen und Mädchen der verschiedensten Nationalitäten besucht werden, sind dort Musikinstrumente zu sehen. „Musik verbindet”, erklärt die Künstlerin. Das große Ohr soll gegenseitiges Zuhören symbolisieren. Der Adler repräsentiert die Schützenbruderschaft. Auch dort kommen Menschen zusammen.

Auf der rechten Fläche haben die jungen Künstler einen großen Baum gemalt. Statt Blättern leuchten dort viele verschiedene Flaggen. „Wir gehören zusammen. Der Baum soll die Vielfältigkeit unseres Viertels zeigen”, sagt Andr Bochnia, einer der Maler.

Die großen Augen blicken aus dem mittleren Bild in Richtung Straße. „Es sind die Augen verschiedener Nationalitäten”, erklärt Sarah Leys. Neben den Augen haben sie und ihre Mitstreiter eine große Weltkugel, die St.-Joachim-Kirche und die Moschee gemalt. Trotz aller Unterschiede gehöre all dies zu Norddüren, betonen die jungen Künstler.

„Ihr könnt stolz auf euch sein”, lobte Josef Macherey von der Low-tec. Die Gesellschaft hatte das Projekt mit der Job-com ins Rollen gebracht. Drei Wochen haben die Arbeiten an der Mauer gedauert. Die Jugendlichen haben keineswegs einfach drauflosgemalt.

Die Motive haben sie sich Stück für Stück erarbeitet. Zunächst ist die Gruppe mit Kamera, Notizblock, vielen Fragen und voller Neugier losgezogen, um Ideen zu sammeln. Sie sprachen mit den Einwohnern und nahmen jede Menge Eindrücke mit. Anschließend ging es an die Entwürfe, die in Originalgröße vorgefertigt wurden. Dann folgte die Umsetzung.

Vom Ergebnis sind die Künstler, die alle inzwischen eine Ausbildung als Maler und Lackierer begonnen haben, begeistert. „Das sieht viel besser aus als auf den Entwürfen”, sagt Sarah Leys.
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