Gospel-Rock-Musical mit aktuellen Bezügen

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Bereiten die Musical-Premiere in Düren mit vereinten Kräften vor: Elke Kalkbrenner, Regisseurin Konny Hanrath-Elsen, Ina Hagenau, Musikschulleiter Johannes Esser, Angelo Fornara und Dr. Gisela Hagenau. Foto: Christoph Hahn

Düren. Sie haben einen Traum - und der hat einen Namen: „I Have A Dream” heißt das Musical, mit dem 78 Jungen und Mädchen von der Musikschule Düren binnen kurzer Zeit ans Licht der Öffentlichkeit treten werden.

Rund anderthalb Jahre hat die Truppe unter der Regie von Konny Hanrath-Elsen für den heiß ersehnten Moment geprobt und geprobt, bis zu sechs Stunden im Durchschnitt. Nun aber wird es ernst für die beteiligten Schüler und Pädagogen - am Freitag, 27. März, und am Samstag, 28. März, jeweils ab 19 Uhr im Haus der Stadt.

Viel Fantasie

Ehrgeizig und spektakulär ist diese Inszenierung gleich aus mehreren Gründen - zum Beispiel, weil Regisseurin Hanrath-Elsen von der Musical-AG der Musikschule und Ina Hagenau, die für den Soundtrack verantwortlich zeichnet, zusammen mit ihrer bunt gemischten Schar ungeheuer viel Arbeit und Fantasie in ihre Produktion investiert haben.

Beeindruckend wirkt „I Have A Dream” (der Titel stammt aus der berühmten Rede des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King) nicht nur vom Einsatz der Darsteller, die singen, tanzen und sprechen, sondern auch von der zu Grunde liegenden Geschichte her.

Die Story, von Konny Hanrath-Elsen zusammen mit den Kindern entwickelt, spinnt die Idee der Zeitreise weiter. Junge Menschen machen sich auf den Weg zurück in die Vergangenheit und landen auf einem Sklavenmarkt in den US-Südstaaten, mitten im 19. Jahrhundert.

Von da aus entspinnt sich ein Plot, der kein bisschen museal, sondern sehr gegenwartsbezogen ist und ausgesprochen heutige Probleme wie Hass auf Fremde und Neonazismus zum Thema macht - ein Stück Musiktheater, dass nicht penetrant belehrt und trotzdem nicht über die hässlichen Seiten des Lebens hinwegschaut.

Realisiert wurde das anspruchsvolle Unternehmen, dessen Produktionskosten bei rund 6500 Euro liegen, als echtes Gemeinschaftsprojekt. So haben sich Konny Hanrath-Elsen und Ina Hagenau mit Musikschulkollegen wie Tanzensemble-Leiterin Gisela Neumann-Wibbeke, Kinderchor-Prinzipal Lothar von Hoegen und Dietmar Krüger, dem Kopf der hauseigenen Rockband „Ozonloch”, vernetzt und sie in das Stück mit einbezogen.

Schulleiter Johannes Esser und die Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Gisela Hagenau, sitzen ebenfalls mit im Boot - ebenso wie Elke Kalkbrenner und Angelo Fornara von der Interessengemeinschaft „Das gelbe Viertel”, die das Musical im Gospel-Rock-Sound mäzenatisch unterstützt. Von daher ist „I Have A Dream” schon jetzt ein Erfolg - weil sich so viele Menschen dafür engagieren.
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