Gürzenich - Golfclub will sich öffnen und setzt auf die Jugend

Golfclub will sich öffnen und setzt auf die Jugend

Von: Christoph Lammertz
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Schon 90 junge Golfer zählt die Jugendabteilung des Dürener Golfclubs. Die Verantwortlichen sind stolz auf ihre gute Jugendarbeit und wollen künftig verstärkt mit Schulen kooperieren. Foto: Lammertz

Gürzenich. Es ist eine der idyllischsten Sportanlagen Deutschlands. Der Dürener Golfplatz, westlich von Gürzenich zur Hälfte im Wald gelegen, bietet „Natur aus erster Hand”, sagt Hans Drenkhahn.

Der Vorsitzende des Dürener Golfclubs gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von der 18-Loch-Anlage spricht, die sich über 90 Hektar erstreckt. Und er freut sich schon jetzt darauf, sie einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen. Am Sonntag, 16. Mai, beteiligt sich der Dürener Club am bundesweiten Golf-Erlebnistag, der es jedem Interessierten ermöglicht, die Faszination dieses Sports kostenlos und unverbindlich zu erleben.

Dieser Tag ist für die Verantwortlichen des 827 Mitglieder starken Clubs ein Schritt zur weiteren Öffnung eines Sports, dem immer noch das Etikett „elitär” anhaftet. Was wenig verwundert angesichts der Beiträge, die Golfer aufbringen müssen, um ihren Sport auszuüben. Da macht auch der Dürener Club keine Ausnahme. 1265 Euro muss der Vollzahler pro Jahr überweisen, hinzu kommen eine einmalige Aufnahmegebühr von 1500 Euro und eine Investitionsumlage von 5110 Euro. Damit wird schon klar, dass Golf auch in Düren kein „Jedermann-Sport” ist. Doch mit anderen Beiträgen, sagt Hans Drenkhahn, lasse sich die Anlage nicht finanzieren. Sechs Leute arbeiten permanent daran, den Platz in Schuss zu halten. Das kostet eine Menge Geld, genauso wie das technische Gerät, das sie benutzen.

Zum Beispiel die speziellen Rasenmäher, mit denen der Platz in den optimalen Zustand gebracht wird. „Einer kostet 70.000 bis 75.000 Euro”, klärt Drenkhahn auf. Sechs Mäher sind derzeit im Einsatz. „Unsere Mitglieder können sicher sein, dass ihre Beiträge voll und ganz in die Anlage fließen”, betont Drenkhahn. Das unterscheide den Club, der den Golfplatz langfristig gepachtet hat, von den Betreibergesellschaften, die natürlich Profit machen möchten.

Dass der Dürener Club es mit der Öffnung des Golfsports durchaus ernst meint, lässt sich an seiner bemerkenswerten Jugendarbeit ablesen. 90 junge Leute nutzen derzeit die vergleichsweise günstigen Konditionen. Von Jugendlichen wird nur ein Jahresbeitrag von 165 Euro verlangt, mit dem das Training schon bezahlt ist. Die Aufnahmegebühr beträgt 215 Euro. Und diese Preise gelten nicht nur wie in früheren Zeiten für die Kinder von Mitgliedern. Golfer von 19 bis 28 Jahren zahlen nur ein Viertel des Erwachsenenbeitrags, solange sie sich in der Ausbildung befinden.

„Wir wünschen uns, dass Golf einmal Schulsport wird”, sagt Hans Drenkhahn, der über neue Projekte mit Schulen nachdenkt und sich natürlich auch am 16. Mai über viele junge Besucher freuen würde. Anders als mancher Laie denkt, sei Golf nämlich alles andere als ein Sport für ältere Leute. „Golf erfordert Koordination, Konzentration und Kondition. Bei einer Runde über unsere Anlage läuft man etwa acht Kilometer”, erklärt der Vorsitzende, dass für den Golfsport nicht nur Geschick, sondern auch Fitness nötig ist.
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