Glatteis und Schnee statt Sonne und Frühlingsblumen

Von: smb
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Die Räumdienste hatten – wie hier bei Raffelsbrand – viel zu tun, gleichwohl kam es auf glatten Straßen zu mehreren Unfällen. Foto: Berners

Kreis Düren. Eigentlich waren wir alle schon auf Frühling eingestellt. Auch Krokusse und Schneeglöckchen hatten den Winter beendet. Und jetzt ist es doch so gekommen, wie die Meteorologen angekündigt haben: Es schneit und schneit und schneit. Und es ist zeitweise ziemlich glatt auf den Straßen.

Während die einen sich über die erneute Chance auf eine Rodelpartie freuen, können die anderen die weißen Flocken und den grauen Himmel nicht mehr sehen. Vor allem die Geduld der Pendler wurde Dienstagmorgen auf die Probe gestellt. Wer aus der Eifel nach Düren fuhr, musste deutlich mehr Zeit einplanen und zwischen Kreuzau und Düren ging es nur noch mit Schrittgeschwindigkeit voran.

Auch wer auf den öffentlichen Nahverkehr gesetzt hatte, musste etwas mehr Zeit mitbringen. Im Berufsverkehr, zwischen 7 und 8 Uhr gab es bei den Bussen der Dürener Kreisbahn nach Auskunft von Ina Bayer auf einigen Linien Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Man habe daraufhin weitere Fahrzeuge eingesetzt. Die Rurtalbahn hatte bei ihren ersten Zügen (sie fahren ab 4 Uhr) größere Verspätungen zu vermelden, ab 7.15 Uhr lief dort nach eigenen Angaben aber wieder alles nach Plan. Der Großteil des Berufsverkehrs sowie die Schülerverkehre blieben demnach verschont.

Als gefährlich hingegen erwies sich der Fußweg zur Schule für eine Zehnjährige aus Untermaubach. Als das Kind die Rurstraße überqueren wollte, rutsche es aus und schlug gegen ein vorbeifahrendes Auto. „Zum Glück war der Wagen langsam unterwegs“, sagte Polizeisprecher Willi Jörres. Das Mädchen konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Der Unfall des Kindes ist einer von dreien, bei denen Personen verletzt wurden.

Ein 30-Jähriger aus Heimbach ist am Montag auf der B 399 zwischen Birgel und Rölsdorf verunglückt. Er kam mit seinem Auto in einer Kurve ins Schlingern und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort streifte er ein entgegenkommendes Auto und prallte dann gegen einen Baum. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Auf der B 56 zwischen Frangenheim und Soller war ein 78 Jahre alter Mann aus Krefeld mit einem Auto ins Rutschen geraten und überschlug sich. Der Mann wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Darüber hinaus spricht die Polizei von mindestens 14 Unfällen mit Blechschäden. Schäden in Höhe von 10 000 Euro entstanden bei einem Unfall auf der Tagebaurandstraße bei Ellen. Drei Fahrzeuge waren beteiligt, verletzt wurde aber niemand.

Auch den Lkws machten Schnee und Eis zu schaffen. Vor allem auf Strecken mit größeren Steigungen wie der L 327 zwischen Niederau und Stockheim, der K 28 zwischen Drove und Soller sowie der Dechant-Bohnekamp-Straße in Düren kam es zu Behinderungen. In Langerwehe war am Morgen ein Lastwagen auf der Hauptstraße ins Rutschen geraten und gegen eine Hauswand geprallt. Es entstand ein geringer Sachschaden, die Bergung erwies sich wegen der Glätte aber als schwierig.

Auf der L 264 bei Sievernich kippte ein Laster um. Die Bergung dauerte mehrere Stunden, zeitweise musste die Straße gesperrt werden. Weil Diesel auslief, musste zudem die Feuerwehr einschreiten.

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