Gewerbegebiet: Bezirksregierung sieht keinen Bedarf für 108 Hektar

Von: jörg Abels
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Düren/Langerwehe. Mit großen Erwartungen sind Vertreter der Stadt Düren und der Gemeinde Langerwehe zur Bezirksregierung gefahren, um die Weichen für das interkommunale Gewerbegebiet zwischen der Autobahn 4 und der Bundesstraße 264 zu stellen.

Trotz positiver Signale im Vorfeld tritt die Kölner Behörde bei den ehrgeizigen Plänen aber weiter auf die Bremse. Die Bezirksregierung stellt den Bedarf für die beantragten 108 Hektar weiterhin in Frage und will in einem ersten Schritt nur 55 Hektar genehmigen, ausgehend von Langerwehe, erklärte der neue Dürener Wirtschaftsförderer und Kämmerer Thomas Hissel auf Nachfrage.

Das Argument, dass in dem Gebiet mit Blick auf den anstehenden Strukturwandel im Rheinischen Revier und den hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern in der Stadt Düren dringend benötigte Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, überzeugte die Genehmigungsbehörde offenbar nicht. Entsprechend enttäuscht waren Dürens Baudezernent Paul Zündorf und Thomas Hissel nach dem Gespräch, zumal es für die Dürener Wirtschaftsförderung mit Blick auf die Vermarktung auch darum geht, „die Option auf die wirtschaftlich lukrativen Standorte an der A4 zu bekommen“, wie Hissel noch einmal betonte. Eine Möbelhaus-Kette und ein Sportartikel-Fachhändler haben Interesse.

Weiter ungelöst ist das Problem der drei Langerweher Windräder, die derzeit im Planungsgebiet ausgewiesen sind. Auf den Vorstoß, eine alternative Windkraftkonzentrationszone über einen gemeinsamen, die kommunalen Grenzen übergreifenden Flächennutzungsplan auf dem Gebiet der Stadt Düren auszuweisen, habe die Bezirksregierung trotz eines vorliegenden Gutachtens verhalten reagiert, berichteten Hissel und Zündorf. Weil es einen solchen Fall bisher noch nicht gegeben habe, müssten erst noch weitere Prüfungen erfolgen.

Dies sei möglich, wenn sichergestellt werde, dass der Windenergie an anderer Stelle substanziell der erforderliche Raum gegeben würde, interpretierte Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels das Gespräch. Im Übrigen, betonte er, habe die Bezirksregierung auch kein Problem damit, wenn die Windräder im Gewerbegebiet verbleiben würden. Das aber wäre aus Sicht der Dürener Wirtschaftsförderung wenig sinnvoll: „Wir wollen Windkraft da, wo sie keine negativen Arbeitsplatz-Effekte hat“, betonte Thomas Hissel.

Die Verantwortlichen der Stadt wollen sich mit ihren Vorstellungen jetzt direkt an die Landesregierung in Düsseldorf wenden.

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