Gewalt gegen Frauen: Demonstration mit Musik und Tanz

Von: Hannes Schmitz
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Das Gesangsduo Alex und Silke Mohnfeld animierten mit ihren Liedern die vielen Schülerinnen und Kibitze zu rhythmischen Tänzen. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Der aufkommende Regen störte nicht. Mädchen und Frauen demonstrierten auf eindrucksvolle Weise am Valentinstag auf dem Dürener Marktplatz gegen Gewalt gegen Frauen. Nicht aufdringlich, sondern auf eine charmante, aber nicht weniger deutliche Art im Rahmen der Aktion „One Billion Rising“.

Eine Milliarde Frauen sollten sich erheben, auf gleiche Rechte pochen und Gleichheit einfordern, so die Grundidee der Aktionen. In 160 Städten in Deutschland und 200 Städten weltweit erklang zur gleichen Zeit die Hymne dieser Veranstaltungen „Break the chain – zerstört die Ketten“.

„Erhebt Euch, tanzt, befreit Euch“ ist und war der Grundgedanke der Aktion auf dem Marktplatz, wie Vorsitzende des Vereins Goldrute, Dr. Jadigar Kesdogan, formulierte, der sich der Aufgabe verschrieben hat, „Migrantinnen helfen Migranten“. So gehören zum Vorstand elf Frauen, die elf verschiedene Sprachen sprechen und allen ausländischen Bevölkerungsgruppen helfen können.

Frauen brauchen Solidarität untereinander, mahnte Sybille Hausmann vom Kreis Düren in Vertretung des Schirmherrn der Aktion, Landrat Wolfgang Spelthahn, an. Auch Astrid Hohn vom Bündnis 90/Die Grünen erinnerte daran, dass laut Statistik jede vierte Frau Opfer häuslicher Gewalt werde und forderte wie die anderen Rednerinnen, dass „Eingreifen, unterstützen und solidarisches Handeln“ dringend notwendig wäre. Das Ziel müsste eine „sichere Welt für Mädchen und Frauen sein“ – ohne Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch.

In diesem Zusammenhang steht ein weiterer Anspruch der weltweiten Aktionen mit „Rising for Justice – Aufstehen für Gerechtigkeit“. Vor allem in Ländern, so der Tenor, in denen Frauen längst nicht die gleichen Rechte vor dem Gesetz hätten und nicht unbedingt vor Übergriffen durch das Justizsystem geschützt wären, sollte es schnellstmöglichst durch Aufbegehren zu Änderungen kommen.

Eindringlich vertraten die Rechte und Wünsche der Frauen schon jetzt die Schülerinnen des Wirteltor-Gymnasiums und der GHS Burgauer Allee. Sie verinnerlichten die Anliegen der Aktionen, tanzten nicht nur, sondern machten in kurzen Wortbeiträgen ihre Einstellungen deutlich.

Mit seiner Meinung hielt auch das Kreuzauer Gesangsduo Alex und Silke Mohnfeld nicht hinter dem Berg: Der Sänger mit weißer Schleife solidarisierte sich mit den Anliegen des weiblichen Geschlechtes, die seine Frau nicht nur gesanglich, sondern auch in Worten eindringlich einforderte: auch in Düren deutliche Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

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