Gevert avanciert zum Mitteldeutschland-Schreck

Von: pl
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Luke dicht: Oskar Klinger und Düren überzeugen im Blockspiel. Foto: Guido Jansen

Spergau/Düren. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei! Und so gewann Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys Düren nach Hinspiel und Pokal-Fight auch das Rückspiel bei den „Pirates“ des CV Mitteldeutschland mit 3:1 (33:35, 25:22, 25:17, 25:20). Düren ist damit Tabellendritter.

„Eine schöne Momentaufnahme“, ordnet Trainer Michael Mücke die Platzierung flugs ein. Denn: Konkurrent Bühl hinkt derzeit mit einem Spiel hinterher. Und im ersten Satz „hat man auch gemerkt, dass das Team nach dem Pokal-Aus in Lüneburg und dem deutlichen 0:3 gegen Friedrichshafen unsicher war, wie das eigene Leistungsvermögen einzuschätzen ist“. Gepaart mit dem Ausfall von Steven Hunt und Jaromir Zachrich ergab sich eine Melange, die die Gastgeber nutzten, um Düren zumindest im ersten Satz Paroli zu bieten.

„Aber im zweiten Satz kam die Sicherheit zurück“, registrierte Mücke, dass die Köpfe nach oben gingen. Die Sicherheit hatte auch einen Namen: Sebastian Gevert. Dürens Diagonalspieler „hatte vor allem gut trainiert“, so Mücke – und er hat Mitteldeutschland als Lieblingsgegner auserkoren. Wie schon im Hinspiel und im Pokal avancierte er zum Schrecken der gegnerischen Annahme und Feldabwehr. In Zahlen: Gevert trug mit 43 Attacken die Hauptlast im Angriff und münzte fast die Hälfte davon in Punkte um. Keine Frage: Mitteldeutschlands Trainer Ulf Quell wählte ihn zu Dürens „MVP“, zum wichtigsten Spieler.

Der Block ist bärenstark

Aber noch mit einem anderen Element punktete Düren stark, mit dem Block. 17 direkte Punkte sind eine Hausnummer. Mitverantwortlich dafür war Jaromir Zachrich. Der verletzte Kapitän und Mittelblocker saß als „Co“ auf der Bank und gab seinen Kollegen Georg Klein und Oskar Klingner in den Auszeiten die entscheidenden Tipps. „Das ist schon ein Vorteil, wenn ein Spezialist das macht und ich mich um die anderen Spieler kümmern kann“, anerkannte auch Mücke, dass „Jaro“ ihn unterstützte. Viel lieber sähe er seinen Käpt‘n aber sicher auf dem Spielfeld . . .

Die Fronten waren schließlich geklärt, als Düren im dritten Satz auf 20:12 davonzog. Die „Pirates“ strichen langsam aber sicher die Flagge. Tomas Kocian kam in dieser Phase im Zuspiel für Ciaran McGovern, den anscheinend ein grippaler Infekt erwischt hat. Dürens Team-Doc ordnete jedenfalls an, dass McGovern keinesfalls aufs Feld zurück dürfe. Das war auch nicht nötig, denn im vierten Satz war bei 21:13 die Entscheidung gefallen.

Jubel und Erleichterung hatten Zeit und Platz, sich zu entfalten – gemeinsam mit vielen Anhängern, was Mücke nicht genug würdigen konnte. „Das ist schon außergewöhnlich, dass so viele Fans bei den Wetterverhältnissen die weite Reise auf sich genommen haben.“ Das habe den Spielern auf jeden Fall den Rücken zusätzlich gestärkt.

Nun liegt eine ruhige Trainingswoche vor den Volleyballern. Am Mittwoch steht ein Testspiel gegen Maaseik auf dem Zettel. „Dann bleiben wir gut im Rhythmus“, kommt Mücke der Wunsch des belgischen Spitzenteams nach einem Kräftemessen gerade recht.

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