Kreis Düren - Getreten, geschlagen, beschimpft: 26-Jährige verurteilt

Getreten, geschlagen, beschimpft: 26-Jährige verurteilt

Von: hp
Letzte Aktualisierung:
Symbol Justiz Gericht Prozess Richter Strafprozessordnung Stpo Foto: Patrick Seeger/dpa
Das Dürener Amtsgericht verurteilte die 26-Jährige aus Jülich wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchter Sachbeschädigung. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Kreis Düren. Ein Prozess wegen „falscher uneidlicher Aussage“, in dem sich eine 26-Jährige aus Jülich vor dem Dürener Amtsgericht zu verantworten hat ist zunächst geplatzt. Ein zweiter Prozess gegen die Frau endete dagegen mit einer Verurteilung - darin ging es um deutlich handfestere Vorwürfe.

Weil wichtige Beteiligte urlaubsbedingt verhindert waren, kann das Verfahren nicht in der vorgeschriebenen Drei-Wochen-Frist fortgesetzt werden. Außerdem machte der - getrennt lebende - Ehemann der Angeklagten von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau vor, in einem Strafprozess gegen ihren Noch-Ehemann Anfang November 2014 als Zeugin nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Bei einer Auseinandersetzung – so die damalige Aussage – soll er ihr keine Waffe, sondern eine Taschenlampe an den Kopf gehalten haben. Allerdings hatte der Ehemann in diesem Prozess gestanden, dass er sehr wohl eine Waffe benutzt habe.

Um die Wahrheit bezüglich der damaligen Aussage ans Licht zu bringen, wird das Gericht einen neuen Termin festlegen.

Fast nebenbei gab es ein weiteres Verfahren gegen die 26-Jährige, bei dem es um eine handfeste Auseinandersetzung auf einem Parkplatz in Aldenhoven ging. Dort war die 26-Jährige am 31. Januar vermutlich aus Eifersucht mit einer 33-jährigen Frau aneinander geraten. Neben Beschimpfungen setzte es zumindest zwei Schläge, die die jüngere der beiden Frauen ihrer Kontrahentin verpasste. Zudem trat die Angeklagte, wie Zeugen unabhängig voneinander bestätigten, mehrfach gegen die Beifahrerseite des Autos, in dem die 33-Jährige als Fahrerin saß.

Richterin Verena Neft verurteilte die 26-jährige Frau wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchter Sachbeschädigung zu 70 Tagessätzen á zehn Euro. Die Angeklagte hatte zu ihrer Verteidigung gesagt, sie sei das Opfer gewesen und hätte sich „nur gewehrt“. Die Aussagen der Zeugen ergaben ein anderes Bild, was die Richterin in der Urteilsbegründung ausdrücklich hervor hob.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert