Gesperrte Waldwege in Abenden bald wieder offen?

Von: bugi
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Nideggen. Nachdem im Abendener Waldgebiet „Kühlenbusch“ Wanderwege gesperrt wurden, schlagen die Wellen in Nideggen hoch. Dazu wird es am Montag um 19 Uhr gar eigens eine Sondersitzung des Bau- und Planungsausschusses der Stadt geben.

Wie im März bereits berichtet, hatte die Untere Landschaftsbehörde des Kreises mehrere Wege gesperrt, um in dem Naturschutz- und Vogelschutzgebiet seltene Tier- und Pflanzenarten besser zu schützen. Das empört nun zahlreiche Bürger, die sich aus dem Wald ausgeschlossen fühlen und gewohnte Wanderwege nicht mehr nutzen können.

Die Sperrung der Wege war Ergebnis mehrerer Gespräche zwischen Kreis, Stadt und dem Eigentümer des Waldes, die bereits vor zwei Jahren begonnen hatten. „Der neue Eigentümer des Geländes hatte sich für die Idee, dass sich das Naturschutzgebiet im Sinne der Ökologie weiterentwickeln kann, offen gezeigt“, betont Kreis-Dezernent Hans-Martin Steins.

Als Anordnung versteht er die Sperrung der Wege allerdings nicht: „Wenn es jetzt Überlegungen gibt, hier für eine Veränderung zu sorgen, gehen wir offen in solche Gespräche. Wir wollen keine Vorgaben machen, uns liegt aber der Schutz dieses Gebietes am Herzen.“ Diese Position dürfte auch die Untere Landschaftsbehörde am Montag auf der Sondersitzung in Nideggen vertreten.

Mit anderen Worten: Die Wege könnten in Absprache mit allen Beteiligten teilweise auch wieder geöffnet werden. Zu berücksichtigen sei dabei jedoch auch die Verkehrssicherungspflicht. Zusätzlich soll im Ausschuss geklärt werden, ob die Feuerwehr im Falle der Brandbekämpfung auf die Wege angewiesen ist.

Das Naturschutzgebiet zu stärken – damit kann sich grundsätzlich auch Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp anfreunden: „Wenn man den Naturschutz im Nationalpark betrachtet, ist das Vorgehen im Kühlenbusch gar nicht so ungewöhnlich.“

Gemeint ist damit, dass die Landschaftsbehörde parallel darauf setzt, dass langfristig standortfremde durch heimische Bäume ersetzt werden sollen. Kritisch bewertet Schmunkamp hingegen, dass die zuständigen Behörden die bürger nicht frühzeitig über das Vorhaben informiert haben. Auch die Stadt habe das 2014 versäumt.

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