Geschenke in letzter Minute liegen im Trend

Von: Jörg Abels
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Weihnachtsgeschenke in letzter Minute? In den Schaufenstern der Dürener Geschäfte findet sich noch so manche Anregung. Foto: Abels
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Wird am Samstag im Stadtcenter unter den Kunden aufgeteilt: der 90 Kilogramm schwere und 1,70 Meter große Schoko-Nikolaus.

Düren. Der Start war verhalten und sicherlich nicht so, wie es sich der eine oder andere Händler erträumt hatte. Das will Rainer Guthausen, Vorsitzender der IG City Düren, gar nicht verhehlen. Aber das Weihnachtsgeschäft hat auch im Dürener Einzelhandel in den vergangenen Tagen spürbar Fahrt aufgenommen.

„Eine Entwicklung, die in vielen kleineren Städten erkennbar ist“, erklärt Jörg Hamel, Geschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren-Köln. „Last-Week-Shopping“ nennt Hamel den Trend, der in Düren noch durch den verkaufsoffenen 4. Advent verstärkt wird.

Kaufhof-Geschäftsführer Peter Pientka und Stadtcenter-Manager Daniel Böttke setzen denn auch große Hoffnungen in das letzte Adventswochenende und erwarten am verkaufsoffenen Sonntag (13 bis 18 Uhr) einen der umsatzstärksten Tage der vergangenen Jahre. „Das ist ein außergewöhnliches Service-Angebot des Einzelhandels in Düren für unsere Kunden nach einem ohnehin bereits anstrengenden Weihnachtsgeschäft“, betont Peter Pientka. Nicht nur er erwartet deshalb auch viele Besucher aus der Region, schließlich ist das Einkaufsangebot in Düren am 4. Advent ein Alleinstellungsmerkmal. Da gilt es, frühzeitig loszufahren und sich rechtzeitig einen Parkplatz zu sichern.

Es könnte eng werden. Citymanager Wilhelm Streb empfiehlt allen Besuchern, sich vorab einen Überblick über die Parkhäuser und -plätze zu verschaffen. „Viele Kunden werden sicherlich auch die Chance nutzen, frische Ware wie Fleisch einzukaufen, um den Druck Heiligabend zu entgehen“, glaubt Jörg Hamel an positive Effekte der Sonntagsöffnung auch für den Lebensmittelhandel. Eine Stadt wie Düren brauche solche Aktionen auch im Wettbewerb mit dem immer stärker nachgefragten Interneteinkauf. Der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln geht schon jetzt davon aus, dass jeder zehnte Euro in Internetshops ausgegeben wird.

Schon am vergangenen Wochenende hat das Geschäft in der Dürener Innenstadt spürbar angezogen, bestätigen Daniel Böttke und Rainer Guthausen, auch witterungsbedingt. Trotzdem hat vor allem im Textilhandel auch bereits die neudeutsch „Sale“ genannte Reduzierungsphase begonnen. „Wer Schnäppchen sucht, kann diese schon vor Weihnachten finden“, ist Böttke überzeugt.

Hoch im Kurs im Weihnachtsgeschäft 2012 stehen aus Sicht des Centermanagers vor allem Elektronikartikel, Computer-Spiele und Mobiltelefone. Aber auch die Klassiker wie Parfüm und Schmuck werden unter vielen Weihnachtsbäumen nicht fehlen. Mehr und mehr geht der Trend im Dürener Land aber auch zu Gutscheinen, auch wenn die von so manchen als zu unpersönlich abgelehnt werden. Allein im Stadtcenter sind in den vergangenen Wochen mehrere hundert Gutscheine täglich über den Ladentisch gegangen, die in allen Geschäften des Hauses eingelöst werden können.

Nicht viel anders sieht es nach Auskunft von Rainer Guthausen bei der IG City aus, deren Gutscheine in nahezu allen Mitgliedsgeschäften beim Einkauf verwendet werden können. „Viele Kunden wollen offenbar nicht das Falsche schenken, und überlassen deshalb dem Beschenkten die Auswahl“, mutmaßt Böttke. Und deshalb freuen sich die Händler auch bereits auf die Tage nach dem Fest, wenn die vielen Gutscheine eingelöst werden.

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