Girbelsrath - Gerüchteküche um „Wellness- und Singletreff” brodelt heftig

Gerüchteküche um „Wellness- und Singletreff” brodelt heftig

Von: Stephan Vallata
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Braut sich da was zusammen? Den Bau eines „Wellness- und Singletreffs” im Girbelsrather Gewerbegebiet beäugen einige Anwohner mit Skepsis. Eine Mauer soll vor neugierigen Blicken schützen. Foto: Vallata

Girbelsrath. Was passiert demnächst hinter der Mauer, die das ehemalige Aldi- und Rewe-Gelände im Girbelsrather Gewerbegebiet umgibt? Die Spekulationen in der Gemeinde Merzenich sind zum Teil wild bis abenteuerlich. Von käuflicher Liebe und Aktivitäten der „Hells Angels” ist da mitunter die Rede.

Fakt ist: Voraussichtlich Ende des Monats wird dort der „Midland Wellness- und Singletreff” seine Pforten öffnen. Neben einem Restaurant, einer Cocktailbar und einer Chill-Lounge soll das weiträumige Areal auch einen Wellnessbereich mit zwei Saunen, zahlreiche Ruheräume und eine parkähnliche Anlage mit Liegewiesen beinhalten. Der Kreis Düren als genehmigungspflichtige Behörde hat in Abstimmung mit der Gemeinde einer Nutzungsänderung zugestimmt, die der Betreiber beantragt hat. Dies bestätigte Bürgermeister Peter Harzheim auf Anfrage dieser Zeitung.

Sowohl der Betrieb einer Schank- und Speisewirtschaft als auch einer Sauna, eines Fitnesscenters, einer Beautyfarm und eines Schwimmbads sei somit rechtens, wie Harzheim erläuterte. Alle gesetzlichen Vorgaben seien erfüllt. „Was sich hinter der Mauer abspielen wird, muss sich erst noch zeigen.” Für die Sorgen der Anwohner hat der Bürgermeister „natürlich Verständnis”. Aber: „Solange sich der Betrieb in vernünftigen Bahnen bewegt und keine Beschwerden auftreten, können wir nichts machen.”

Gegen die Behauptung aus der Bevölkerung, bei „Midland” handele es sich um einen Swinger-Club oder gar ein Bordell, verwehrt sich die Geschäftsführung - sie möchte nicht namentlich genannt werden - ausdrücklich. Prostitution finde nicht statt. „Bei uns treffen sich Leute und sollen sich auch kennenlernen.” Der „Wellness- und Singletreff” schaffe 20 Arbeitsplätze in Vollzeit, beschere der Gemeinde Steuereinnahmen und sei eine „Bereicherung für das Gewerbegebiet”, meint die Geschäftsführung.

So entspricht es nach Angaben von „Midland” auch nicht der Wahrheit, dass der durch seine Nähe zur organisierten Kriminalität in Verruf geratene Motorradclub „Hells Angels” in den Betrieb eingebunden ist. Lediglich der für die Sicherheit zuständige Mitarbeiter sei „zufällig” Mitglied der „Hells Angels”. Von einer Teilinhaberschaft könne keine Rede sein.
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