Gerd Köster und Kollegen rocken die Kulturfabrik

Von: kte
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Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Kumminga (v.l.) rockten die Kulturfabrik mit facettenreicher Mundart-Musik und „Verzällcher“. Foto: Kennet Teichmann

Düren. „Die deutsche Sprache klingt in Liedtexten häufig etwas künstlich – in der kölschen Sprache darf man durchaus mal ein Wort dehnen und trotzdem verzeiht die kölsche Sprache das eher.“ Wenn Gerd Köster über seine „Muttersproch“ spricht, merkt man ihm die Faszination an.

Der Mundart-Sänger hat mit seinem Freund Frank Hocker großen Anteil am kölschen Kulturgut. Einen kleinen Teil der großen Bandbreite an Musik und „Verzällcher“ erlebten über 200 Zuschauer in der Fabrik für Kultur und Stadtteil.

Bisher kannten die beiden Musiker, die musikalisch eine Palette von nachdenklichem Folk über herzergreifenden Blues bis hin zu rotzigem Rock’n’Roll darbieten, nur die Endart und das Komm-Zentrum. „Gerd Köster und Frank Hocker sind natürlich bekannt wie bunte Hunde und seit über 35 Jahren unterwegs“, freute sich Thomas Busch, Geschäftsführer der Kulturfabrik, dass die Agentur von Köster und Hocker angefragt hatte: „Da haben wir direkt zugeschlagen – das sind wirklich große Künstler.“

Große Künstler, die mit BAP-Gitarrist Helmut Kumminga als Trio auftraten. „Wir sind übrigens das einzige Trio in Kölle, das flächendeckend untätowiert ist – da künne mer äver nix für, mer sin su jebore“, scherzte Köster eingangs.

Dann spielte das Trio eine Reihe von facettenreichen Stücken, um zwischendurch immer wieder mit Witz und Charme zu begeistern: „Der Musiker an sich hat eine leicht poröse Erwerbshistorie. Umso verwunderlicher ist es, dass wir in Düren einmal ankamen, nach einem Kaffee fragten und als Antwort als ‚Kommerz-Schweine‘ bezeichnet wurden.“

Einen negativen Rückschluss auf das Dürener Völkchen ließ Köster augenzwinkernd aber nicht zu: „Das war ein richtig schöner Abend hier. Für gewöhnlich mögen wir es nicht, an einem so hellen Ort zu spielen – hier hat es uns nicht gestört. Durch das Tageslicht, das durch die Oberlichter den Raum aufgehellt hat, konnten wir diverse Erlebniskilometer auf dem Gesichtstacho wahrnehmen.“

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