Geradlinige und eingängige Lieder

Von: erk
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Düren. Sie ist gerade einmal 27 Jahre alt, doch hat sich Lydia Daher als Dichterin und Autorin schon einen Namen in der deutschen Kulturszene gemacht. Seit einiger Zeit sorgt die gebürtige Kölnerin, in deren Adern auch libanesisches Blut fließt, auch musikalisch für Furore. In der Kulturfabrik Becker und Funck in Düren stellte sie jetzt ihre erste CD vor.

Lydia Daher, die sich seit sieben Jahren erfolgreich bei Dichterwettbewerben hervorgetan hat, den so genannten Poetry-Slams, die sich einer immer stärker werdenden Beliebtheit erfreuen, überzeugte jetzt auch musikalisch: Allein mit ihrer E-Gitarre, Mikrofon und einem kleinen Computer ausgerüstet, trug die Künstlerin die Songs ihres Debütalbums vor.

Komische Momente

Melancholische Stücke wechselten sich mit rockigen Liedern ab, während ihre oft mit einem Augenzwinkern versehenden Texte alle in deutscher Sprache gehalten sind. Neben den ernsten Dingen des Lebens thematisiert Lydia Daher in ihren schlichten, geradlinigen und eingängigen Kompositionen vor allem auch die komischen Momente.

So singt die 27-Jährige in ihren Songs, die allein von computergesteuerten Beats begleitet werden, beispielsweise vom nächtlichen Picknick in der U-Bahn, oder von Phantasien aus dem Leben einer jungen Frau. Da wird sich schon einmal getroffen, um „gemeinsam Haare aus dem Teppich zu reiben”, oder - wie in einem anderen Stück - über Gott zu philosophieren, der „hinter meinem linken Ohr” wohnt. Ihre Texte sind ausgefallen und witzig, dabei aber immer durchdacht.

Entstanden sind Text und Musik „spontan und ohne große Hintergedanken”, wie die Künstlerin am Rande des Konzerts verriet. Dass ihr das so gut gelingen würde, hätte sie selbst nicht gedacht, erklärt Lydia Daher. Zwischendurch erzählte das sympathische Multitalent - Lydia Daher hat bereits mit zwei Buchveröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht - witzige Anekdoten aus ihrem Leben und scheute auch nicht davor zurück, über sich selbst zu lachen, wenn sie etwa mal die falsche Strophe sang.

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