Geplante neue Nutzung der St.-Cyriakus-Kirche sorgt für Diskussionen

Von: fjs
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Niederau. „Lasst uns die Kirche im Dorf.” Der Ruf war deutlich.

Einen schweren Stand hatten Pfarrer Ernst Joachim Stinkes und die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kirchliches Immobilienmanagement (KIM) der Pfarre St. Lukas, den Mitgliedern der Gemeinde St. Cyriakus die beabsichtigte Umwandlung der Kirche in eine Grabes- oder Beerdigungskirche zu erklären.

Wie bereits berichtet, soll die 104 Jahre alte und kürzlich mit viel Aufwand restaurierte Niederauer Kirche anders genutzt werden. „Ungeheuerlich, ohne Vorinformation werden wir vor vollendete Tatsachen gestellt”, war einer der Kritikpunkte. „Wir werden um hundert Jahre zurückversetzt”, lautete ein weiterer Kommentar. Zweifel wurden daran geäußert, dass die Alte Kirche den Anforderungen der Gottesdienste entsprechen werde.

„Was ist mit Weihnachten, Ostern oder Kommunion?”, lautete eine Frage. Pfarrer Stinkes und später auch sein Kollege Josef Wolff ließen Zahlen sprechen. Die Pfarre St. Lukas hat in den vergangenen Jahren rund 30 Prozent der Katholiken verloren. Und für das volle Haus zu Weihnachten könne man die großen Gotteshäuser nicht mehr vorhalten. An Heiligabend zählte man rund 400 Besucher, am ersten Weihnachtstag nur noch 120, und für die reicht auch die Alte Kirche, denn bei entsprechender Bestuhlung sind dort 160 Plätze möglich.

„Pfarrer Schleiermacher und die Gemeinde haben die Kirche mit viel Herzblut restauriert”, hieß es aus Kreisen der rund 60 Teilnehmer an der Infoveranstaltung. „Die Kirche schrumpft sich kaputt.” Dem hielten Pfarrer Stinkes und Mitglieder der KIM-Arbeitsgruppe entgegen, dass die St.-Cyriakus-Kirche als Beerdigungskirche für pastorale Zwecke erhalten bleibt, während St. Bonifatius in Düren geschlossen wird.

„Die rasante Abnahme der Gottesdienstbesucher ist der nackte Trend”, so Pfarrer Wolff.
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