„Georgian Dance Company“: Ein atemberaubendes Tanzspektakel

Von: Hannes Schmitz
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Mit atemberaubenden Tempo und meisterhaften Choreographien bot die National Dance Company of Georgia mit ihrem Stück „Fire of Georgia“ ein Tanzerlebnis der besonderen Art. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Furios, kurios, grandios: Die „Georgian Dance Company“ bot im Haus der Stadt vor nahezu vollen Rängen ein atemberaubendes Spektakel.

Majestätische Rhythmen wechselten mit ekstatischen Takten, orientalische und westliche Klänge fanden zueinander und im Blickpunkt die fantastischen Tänzerinnen und Tänzer, die das von Beginn an euphorisierte Publikum mit auf eine historische Reise zu den Ursprüngen des georgischen Volkes nahm. Für das Tanzensemble schien es ein „Heimspiel“ zu sein, war doch der überwiegende Teil der Besucher und Besucherinnen mit dem Land südlich des großen Kaukasus verbunden.

Die Zuschauer bewunderten meisterhafte Choreographien, die in einem wahnsinnigen Tempo vorgetragen wurden und voller akrobatischer Kunststücke und spektakulärer Effekte waren. Im Gegensatz dazu gab es die ruhigen, faszinierenden Elemente wie beim lyrischen Frauentanz mit Tamburinen. Aber auch auf typische Szenen des klassischen Balletts wurde nicht verzichtet. Sie tauchten im georgischen Pas de deux auf, einer mitfühlenden getanzten Liebesgeschichte.

Tutu, Spitzenschuhe oder klassische Musik wurden an diesem Abend nicht geboten, sondern mystische Klänge, kaukasische Rhythmen, moderner Tanz und traditionelle, feurige Tanzszenen und tänzerische Präzision, die den Zuschauern vor allem beim weltbekannten Dolch- und Säbeltanz den Atem stocken ließ. Zuweilen wirkte es, als wären die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben. So hoch flogen die „Kämpfer“ aufeinander zu, dass man glaubte in einem Kung-Fu-Film zu sein. Die Funken sprühten nur so, wenn die Waffen aufeinander trafen, die Tänzer sich in verwirrende Kombinationen zu Zweit, zu Dritt oder zu Viert ihre Duelle lieferten. Rasante Szenen mit kaum zu verfolgenden Sprungkombinationen liefen ab, die die lange Geschichte eines Volkes symbolisieren sollten, dass selten zur Ruhe kam und sich immer wieder zur Wehr setzen musste. Aufwändige, prächtige Kostüme unterstrichen die Absicht, der georgischen Folklore Authentizität zu verleihen.

Auch der Tanz der männlichen Akteure war ursprünglich, unbändig und führte zu spannend fesselnden Figuren und rasend schnellen Schrittfolgen. Überhaupt lebte die Tanzshow „Fire of Georgia“ vom Spannungsbogen zwischen fulminanter Dynamik und Schnelligkeit sowie filigranen und anmutigen Bewegungsabläufen. Kraftstrotzende Körperspannung und Haltung standen im Gegensatz zu dichten, atmosphärischen, stimmungsvollen und romantischen Bewegungschoreographien, die zu großartigen, miteinander verbundenen künstlerischen Elementen verwuchsen. Schon während der Aufführung kam es zu spontane Bravo-Rufen, und am Ende gab es nicht enden wollende stehenden Ovationen und begeisternde Zugaben.

Tanzschüler aus Düren

Das Entree zu der fantastischen Tanz-Performance lieferten übrigens Schülerinnen der Ballett- und Tanzschule Pahlke mit gelungenen Solotänzen und einem erstklassigen Auftritt zu Michael Jacksons Hit „Thriller“. Auch sie eroberten das Publikum im Sturm.

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