Genossen sehen sich als kritisch-wohlwollende Beobachter

Von: Franz Sistemich
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Steht dem Pumpspeicherkraftwe
Steht dem Pumpspeicherkraftwerk positiv gegenüber: der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer (Vierter von links). Foto: sis

Heimbach. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Norbert Römer, hat am Dienstag die Planungen zum Bau eines Pumpspeicherkraftwerk am Rursee befürwortet.

Im „Seehof” sagte der Genosse aus dem Ruhrgebiet, „um die Energiewende und den Atomausstieg unumkehrbar zu machen, brauchen wird Speicherkapazitäten. Pumpspeicherkraftwerke sind aktuell die einzige großtechnisch verfügbare Speicheroption”.

Der Fraktionsvorsitzende und Rainer Schmelzer, der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion, diskutierten im Hotel am Rursee über zwei Stunden mit Genossen aus Heimbach und Nideggen, aus der Aachener Städteregion, dem designierten Geschäftsführer der Indeland GmbH, Jens Bröker, dem Vorsitzenden der Dürener SPD-Kreistagsfraktion, sowie Vertretern des Investors, dem Aachener Stadtwerkenetzwerk Trianel.

Norbert Römer forderte, dass Trianel alle Anregungen und Bedenken aus der Bürgerschaft aufnimmt und mit größter Vorsicht die Planungen vorantreibe, auch weil wegen der Eingriffe in die Natur der Tourismus in der Eifel nicht gefährdet werden dürfe.

Und es gibt einige Punkte, die in Politik und Bevölkerung das Millionenprojekt mit Speicherbecken zwischen Strauch und Schmidt und unterirdischem Kraftwerk und Wasserauslass im Schilsbachtal bei Woffelsbach nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen lassen. Der Wasserstand des Rursees wird zum Beispiel, wenn Wasser hochgepumpt wird, bis zu drei Metern - sagen Kritiker.

Trianel spricht von zwei Metern. Die Eintrübungen des Wassers könnten ebenfalls problematisch sein. Das Staubecken im Staubecken - sprich das Schilsbachtal abzutrennen vom Rursee - scheint dagegen vom Tisch: aus Gründen des Naturschutzes.

Die Kritikpunkte aus der Bevölkerung trugen die einheimischen Genossen vor: „Wir beobachten das Projekt kritisch-wohlwollend”, befand Dr. Harro Höger, der Fraktionsvorsitzender der Heimbacher SPD und nannte Kritikpunkte wie den Tidenhub. Und auch sein Nideggener Kollege Wolf Dieter Keß sprach angesichts der aus dem Weg zu räumenden Probleme (zum Beispiel für den Eschauel Badestrand) nur von einem „positiven Wohlwollen”.
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