Gemeinschaftsgrundschule: Mehr Raum für individuelle Förderung

Von: Jörg Abels
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Schulleiterin Edith Lorbach (l
Schulleiterin Edith Lorbach (l.) führte die Gäste durch die neuen Räume. In zwei Klassenzimmer ziehen im Sommer die Erstklässler ein. Die übrigen werden bereits für den Förderunterricht genutzt. Foto: Abels

Nörvenich. Wenn Kinder am frühen Samstagmorgen ihre Ranzen packen und zur Schule marschieren, muss dass schon einen gewichtigen Grund haben. Und den hatte die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) in Nörvenich, galt es doch, die vierte Erweiterung des Gebäudes gebührend zu feiern.

Erstmals in ihrer Geschichte veranstaltete die GGS deshalb einen „Tag der offenen Tür”, um Lokalpolitiker, aber vor allem die Eltern über ihre vielfältigen Unterrichtsangebote zu informieren, insbesondere über die individuelle Förderung der Kinder. „Wir wollten einmal zeigen, was Schule leisten kann, wenn die personellen und sachlichen Ressourcen vorhanden sind”, erklärte Schulleiterin Edith Lorbach.

400.000 Euro hat die Gemeinde in den vergangenen Monaten in zwei Bauabschnitten in die Nörvenicher Grundschule investiert, davon die Hälfte aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Die Erweiterung war notwendig geworden, nachdem der zur GGS Nörvenich zählende Standort Hochkirchen vor Jahren geschlossen werden musste. Das Haus dort wurde zwischenzeitlich verkauft, so dass die finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Gemeinde Nörvenich ihren finanziellen Anteil für den notwendigen Ausbau in Nörvenich bereitstellen konnte.

Mit der Erweiterung verfügt die GGS nun über fünf zusätzliche Räume, von denen zwei ab dem kommenden Schuljahr von den Erstklässlern genutzt werden sollen. Ein Ausweichen in Klassenzimmer der benachbarten Hauptschule ist damit in Zukunft nicht mehr erforderlich. „Die übrigen drei Räume dienen vorrangig der Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf”, erklärt Edith Lorbach.

Stolz verweist sie darauf, dass das Prinzip „Fördern und Fordern” schon seit 1998 an der GGS Nörvenich Programm ist, aktuell unterstützt von drei Sonderpädagogen, die sich vor allem um die Kinder Handicap im so genannten Gemeinsamen Unterricht kümmern. Die Erweiterung schaffe aber aber bereits die Voraussetzungen für die nächste große Herausforderung, die Inklusion, betonte Lorbach. „Dafür benötigen wir aber auch noch weiteres, gut ausgebildetes Personal.”

Und die Wunschliste der Schulleiterin ist noch ein wenig länger. Nachdem mit Unterstützung der Gemeinde und der Eltern in der Vergangenheit bereits ein Computer-, ein Musik- und ein Werkraum eingerichtet werden konnte, liegt ihr jetzt noch ein Bewegungsraum am Herzen. „Auch der Schulhof müsste noch umgestaltet werden”, stellte sie beim Rundgang im Beisein einiger Ratsmitglieder fest.

Derweil geht Bürgermeister Schüller davon aus, dass die beiden Grundschulstandorte der Gemeinde in Nörvenich und Eschweiler über Feld in den kommenden Jahren gesichert sind. „Mittelfristig scheinen die Schülerzahlen konstant zu bleiben”, rechtfertigte der Bürgermeister die aktuelle Investition.

Noch keine Entscheidung ist indes gefallen, was nach der beschlossenen Schließung mit dem Gebäude der Hauptschule passieren wird. Bürgermeister Schüller könnte sich verschiedenste Nutzungen vorstellen und ist guter Dinge, dass sich für das am Neffelbach in unmittelbarer Nähe zum Schloss gelegene Gebäude ein Käufer finden wird.
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