Gemeinschaft der Ursulinen blickt auf reiche Tradition zurück

Von: Anne Koizlik
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Dem Erbe der heiligen Angela verpflichtet: Die Ursulinen Schwester Irmgardis und Genoveva Klein (v.l.) neben einer Statue der Gründerin. Foto: Anne Koizlik

Düren. Sie war eine bemerkenswerte Frau des 16. Jahrhunderts, deren Spiritualität bis heute lebendig geblieben ist: Vor 475 Jahren gründete die heilige Angela Merici in Brescia, Norditalien, die Gemeinschaft der Ursulinen („Compagnia di S. Orsola”).

Auf dieses Jubiläum und das Leben der Heiligen wiesen die Schwestern Irmgardis und Genoveva Klein hin. Nach Düren kamen die Ursulinen im Jahre 1681 von Lüttich aus. Zwei Schwestern legten damals den Grundstein für die spätere Angela-Schule.

Bis zum Jahre 2000 erfüllten die Ursulinen den Auftrag zur Erziehung junger Mädchen in unterschiedlichen Schulformen mit großem Engagement. Aus Gründen des fehlenden Nachwuchses gaben sie diese Aufgabe im Jahre 2000 an die Angela-Schulgesellschaft ab. Heute leben noch acht Ursulinen in Düren.

Am Ursula-Namensfest, am 21. Oktober, wollen die Dürener Ursulinen mit einem festlichen Vesper-Gottesdienst in der Anna-Kirche das Gründungsjubiläum öffentlich begehen. Innerklösterlich, das heißt am Sitz der Ursulinen in Düren in der Weierstraße, wird dagegen der Namenstag der heiligen Angela am 27. Januar gefeiert.

„Je kleiner die Konvente werden, um so stärker ist die Vernetzung untereinander wichtig”, sagt die Oberin Schwester Irmgardis. Schwester Genoveva weist auf eine Weltkarte: Überall da, wo rote Punkte zu sehen sind, gebe es Ursulinen, bevorzugt in Europa und Nordamerika. 120 Gemeinschaften, noch nicht alle, seien inzwischen durch die digitalen Möglichkeiten untereinander vernetzt.

Inneren Halt finden

Wer war die Gründerin? Angela Merici wurde um 1470 am Gardasee geboren und starb 1540 in Brescia. „Geführt, erleuchtet und entflammt”, so hat ihr Sekretär diese ungewöhnliche Frau beschrieben. Zu ihrer Zeit hatten Mädchen und junge Frauen vielfach keine Chance. Häufig genug waren sie Menschen zweiter Klasse. „Die heilige Angela wollte, dass es ihnen gut ging”, erklärt Schwester Genoveva.

Sie sollten religiös orientiert sein, um so einen inneren Halt zu finden. Für ihre neue Gemeinschaft verfasste die heilige Angela eine Regel, die auch heute noch für die Gemeinschaft der Ursulinen Gültigkeit hat.

Eine aktuelle Nachricht ist soeben aus Brescia, dem Hauptwirkungsort der Heiligen eingetroffen: In einem feierlichen Gottesdienst wird die heilige Angela am Sonntag, 24. Januar, als zweite Patronin der Stadt und der Diözese Brescia ernannt werden.
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