Gemeinsame Großübung: Feier löst Katastrophe aus

Von: sps
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Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr absolvierten eine Großübung auf dem Gelände der alten Glashütte in Düren. Bei einer Weltuntergangs-Party war eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Foto: Fred Schröder
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Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr absolvierten eine Großübung auf dem Gelände der alten Glashütte in Düren. Bei einer Weltuntergangs-Party war eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Foto: Fred Schröder

Düren. Der viel besprochene Weltuntergang war es nicht, obwohl das Szenario dazu hätte passen können. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit probten 80 Kräfte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Feuerwehr Düren, ergänzt durch die Löschgruppe Obergeich aus der Gemeinde Langerwehe die Zusammenarbeit bei einem so genannten Großschadensereignis.

In der Industriebrache der alten Glashütte, so die Ausgangssituation der Übung, war bei einer verbotenerweise in den Fabrikruinen durchgeführten Weltuntergangsparty von Jugendlichen eine Fliegerbombe als Relikt aus dem zweiten explodiert. In den stockdunklen und teilweise verfallenen Hallen lagen die „Verletzten“; vom Jugendrotkreuz gestellte und entsprechend geschminkte Mimen.

Der 1. Löschzug der Feuerwehr Düren und die Wehrleute aus Obergeich unter der Leitung von Brandinspektor Frank Reinartz gingen auf Erkundungstour. Keine leichte Aufgabe, denn in den Hallen gab es keine Lichtquellen. Da ebenerdig die Gebäudeteile nicht betreten werden konnten mussten die Einsatzkräfte über die Drehleiter in das Obergeschoss gebracht werden.

Vor Ort sichteten und behandelten zwei Notärzte die aufgefundenen Personen, die dann teilweise auch mit der Drehleiter geborgen wurden. Zeitgleich sorgten andere Einheiten für eine Beleuchtung der Hallen. Die geborgenen Personen wurden an einer sogenannten Patientenablage weiter behandelt und für den Abtransport in Krankenhäuser vorbereitet.

45 Helfer und zehn Fahrzeuge

Die DRK-Einsatzzüge Düren-Hürtgenwald und Schlich-Langerwehe waren unter den Abschnittsleitern Julian Stock und Rainer Scheibe mit 45 Helfern und zehn Fahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen an. „Wir proben den Ernstfall, um für die gemeinsame Erstversorgung und Rettung von Trauma-Patienten gewappnet zu sein“, so Stephan Heinrichs vom Roten Kreuz.

Interessierte Beobachter der Übung auf dem Glashüttengelände waren der Leitende Notarzt Dr. Detlef Struck, Ralph Butz als Leiter des Amtes für Feuerschutz und Rettungswesen im Kreis Düren sowie Johannes Rotkranz vom gleichen Amt der Stadt Düren. Die Ergebnisse der Übung werden nachgearbeitet und in einer Nachbesprechung erörtert.

Nach fast vierstündiger Übung bei Dunkelheit und Regen wärmten sich die Einsatzkräfte in den Räumen der DRK-Bereitschaft Düren bei einer von Jens Bonn und Josef Bünten gekochten Gulaschsuppe auf.

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