Gemeinsam beten, gemeinsam spielen: Kita St. Joachim wird 50

Von: Sylvia Dietl
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Die Leiterin der Kindertagesstätte Marina Simon (rechts) feierte mit den Kindern den 50. Geburtstag der Einrichtung im Dürener Norden. Foto: Dietl

Düren. Für den großen Tag wurde gebastelt, dekoriert, gebacken, eine Fotoausstellung wurde von den Kindern gestaltet, es wurden Tänze einstudiert und natürlich viele, viele Gäste eingeladen. Die Kindertagesstätte St. Joachim im Dürener Norden feierte ihren 50. Geburtstag.

„Auf den Tag genau am 9. Mai 1960 wurde der Kindergarten eröffnet”, berichtete Marina Simon, die Leiterin der Einrichtung, die dort selbst schon seit 35 Jahren arbeitet. Der Festtag begann für die Besucher mit einem Jubiläumsgottesdienst in der benachbarten Pfarrkirche St. Joachim.

Neben den Erzieherinnen, Eltern und Kinder waren auch die St.-Joachim Schützenbruderschaft, die Karnevalsgesellschaft „Närrische Nord Dürener”, der Dürener Spielverein, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und Bürgermeister Paul Larue gekommen. In seiner Rede hob Larue besonders die Integrationsarbeit der Einrichtung hervor, in der mehr als die Hälfte der 69 Kinder muslimischen Glaubens sind.

Integrationsprobleme kenne der katholische Kindergarten kaum: „Durch das tägliche Miteinander der deutschen und türkischen Kinder nähern sich die unterschiedlichen Kulturen spielerisch einander an”, erklärte Marina Simon, die mit ihrem Erzieherinnenteam darauf achte, dass weder die christlichen noch die islamischen Feste zu kurz kommen. „Wir beten gemeinsam, aber jeder in seiner Gebetshaltung. Wir feiern mit den entsprechenden Bräuchen und Speisen, und alle Kinder nehmen daran teil. Auch die Eltern werden soweit wie möglich in die Festivitäten integriert.”

Nach dem katholischen Gottesdienst trafen sich Christen und Muslime bei der fröhlichen Feier in der Kindertagesstätte - zur Feier des Tages wurden den Gästen türkische und deutsche Spezialitäten gereicht, die viele fleißige Helfer zuvor vorbereitet hatten.
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