Gemeindezentrum: Die Drogerie fehlt vielen Nörvenichern

Von: Hendrik Buch
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Nörvenicher Bürger dokumentieren, was gefällt und was nicht. Ein wichtiger Schritt für die Stadtplaner auf dem Weg zum Masterplan. Foto: Hendrik Buch

Nörvenich. Fleißig ging es zu. In einer kurzen, aber produktiven Sitzung konnten die Nörvenicher am Dienstag ihre positiven und negativen Gedanken zum Gemeindezentrum am Neffelbach zu Papier bringen.

Wie in solchen Prozessen üblich, galt es, die Wünsche und Anregungen auf Karteikarten niederzuschreiben. Dann wurde unter den Überschriften Wohnen und Kultur, Gewerbe und Gastronomie sowie Ortsstruktur und Erscheinungsbild gesammelt: ein wichtiger Schritt in zweierlei Hinsicht.

Zum einen dient er dem Aachener Planungsbüro als Stimmungsbild, zum anderen ist die dokumentierte Kooperation der Bürger ein wichtiger Schlüssel zu Fördergeldern. So fasste Stadtplaner Bernd Niedermeier die Themen der Nörvenicher routiniert und prägnant zusammen.

Sie deckten sich im wesentlichem mit dem, was er bereits zuvor in seiner Bestandsaufnahme als positiv und negativ vorgestellt hatte. Stolz zeigten sich die Nörvenicher vor allem über ihr Schloss und die Möglichkeiten zur Naherholung. Weniger glücklich seien unter anderem Leerstände im Ortskern und die Situation am Marktplatz. In Sachen Grundversorgung klagten die Bürger einzig über das Fehlen einer Drogerie.

Während dieser Stimmungstest seinen Zweck erfüllte, nutzte Bürgermeister Timo Czech (CDU) den Abend auch für eine Art offene Bürgersprechstunde. Hier konnten sich die Nörvenicher ihre Sorgen von der Seele reden. Über eine halbe Stunde lang ging Czech auf jede Frage ein. Und die Anwesenden – es waren nur 40 Nörvenicher in die Neffeltalhalle gekommen – fragten fleißig. Vom Verkehrsaufkommen an der Zülpicher Straße bis hin zur Parksituation und dem neuen Seniorenwohnheim beleuchtete der Bürgermeister viele Themen ausgiebig.

Auf die Frage einiger Bürger, ob das Projekt nur für den Hauptort gedacht sei, warben Czech und Niedermeier um ortsübergreifende Unterstützung: „Nörvenich ist der einzige Ort in der Gemeinde mit zentrenartiger Struktur. Nur hier können wir Gewerbe realistisch entwickeln.“

Das nächste Mal in den Prozess des Masterplans eingreifen können die Nörvenicher bei der „Bürgerwerkstatt“ am 12. Juni. Auf einem „Bürgerforum“ im September geht es dann um konkrete Erfebnisse. Erste Fördergelder für den Ort sollen frühestens Ende des Jahres fließen.

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