Gemeinde will mehr Platz für kleine Indener

Von: jan
Letzte Aktualisierung:

Inden. Die Gemeinde Inden will etwas für die 25 Kinder tun, die ab dem Sommer keinen Platz in einer Kindertages- oder Pflegestätte finden. Daran hat keine der vier Fraktionen im Hauptausschuss einen Zweifel gelassen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Verantwortung für die Versorgung der Kinder nicht bei der Gemeinde liegt, sondern beim Kreis Düren. Über das Wie und Wo wollen die Fraktionen noch einmal beraten. Allerdings drängt die Zeit. Spätestens bei der nächsten Ratssitzung – die ist für den 23. April terminiert – muss eine Entscheidung her.

Die Beschlussvorlage der Verwaltung für den Hauptausschuss sah vor, den Kindergarten Lamersdorf um eine Gruppe zu erweitern, indem in Mobilbauweise weitere Räume geschaffen werden. Dafür würde ein neuer Stromanschluss notwendig und der Transport der Bauteile an die vorgesehene Stelle sei problematisch und verursache Zusatzkosten. Teil zwei der Initiative, Platz für kleine Indener zu schaffen, sieht laut Vorlage die Einrichtung einer Großtagespflege in den leerstehenden Räumen der Jobcom im Rathaus vor.

Grundsätzlich begrüßten alle Fraktionen die Tatsache, dass die Gemeinde zwar nicht verpflichtet sei, aber trotzdem das Heft des Handelns in die Hand nehme. Die Mittel dafür belasten den Haushalt der Gemeinde.

Bürgermeister Ulrich Schuster sagte, dass es auch möglich sei, die Hände in den Schoß zu legen und die Aufgabe komplett beim Kreis zu lassen. „Aber woher nimmt der Kreis das Geld dafür? Er holt es sich mit der Kreisumlage sowieso bei uns zurück“, erklärte Schuster.

Johann Josef Schmitz (SPD) empfahl allerdings, in beiden Fällen intensiver nach Alternativen Ausschau zu halten. „Zum Aufstellen der mobilen Einheit in Lamersdorf gibt es eine Alternative, nämlich in Lucherberg. Wir hätten da gerne die Zahlen“, sagte Schmitz. Deswegen formulierte Schmitz den Auftrag an die Verwaltung, die Kosten für beide Standorte konkret zu ermitteln. „Man hat keine Alternativen dargestellt“, sagte er. Das gelte auch für das Einrichten der Großtagespflege für neun Kinder im Rathaus. Die Suche nach Alternativen bedeute jedoch nicht, dass die Vorschläge der Verwaltung vom Tisch seien.

Im Gegenteil, wie Hella Rehfisch (Grüne) sagte: „Erst war ich wegen dieser Idee erstaunt, dann habe ich den Charme erkannt. Die Rathaus-Lösung ist keine Notlösung, sondern unheimlich attraktiv.“ Herbert Schlächter (UDB) merkte an, dass „auch leerstehende Räume Geld kosten“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert