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Gemeinde Vettweiß überträgt Aufgaben und spart dabei Geld

Von: bugi
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Vettweiß. Am Anfang war es nur ein Versuch, doch der ist mehr als nur positiv ausgegangen: Durch die Verlagerung von Verwaltungsaufgaben zur Kommunalen Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) hat die Gemeinde Vettweiß im vergangenen Jahr 50.000 Euro einsparen können.

Den kompletten Bereich des Buchungs- und Zahlungsgeschäftes lässt die Kommune von Frechen aus erledigen. Möglich geworden war dies, weil die entsprechenden Stellen in der Verwaltung frei geworden waren und sich die Suche nach einer Alternative zur Neubesetzung anbot. „Kassengeschäfte könnten auch in Honolulu abgewickelt werden“, sagt Bürgermeister Josef Kranz leicht flapsig, wobei er nicht nur den Einspareffekt als großen Vorteil erkennt. 1,54 Vollzeitstellen musste die Verwaltung nicht neu besetzen und konnte durch die Verlagerung der Aufgaben bis zu 110.000 Euro einsparen. Dem gegenüber stehen Kosten von rund 56.000 Euro für die KDVZ.

Win-win-Situation

Der positive Nebeneffekt ist aber noch ein ganz anderer: „Personelle Engpässe durch Urlaub oder Krankheit entstehen nicht mehr. Fortbildung und Know-how muss nicht mehr vollständig in der Kommune vorgehalten werden“, fasst Kranz zusammen. Die klassische Win-win-Situation also. Kranz: „Wir sind immer auf der sicheren Seite und je mehr Kommunen sich daran beteiligen, desto kostengünstiger wird es.“ Denkbar wäre ein derartiges Vorgehen durchaus auch noch in anderen Bereichen. So hatte zum Beispiel jüngst in der Stadt Nideggen die SPD nachgefragt, ob nicht die Kommunalaufsicht des Kreises kostengünstig für die Kommunen die Wirtschaftsprüfung des Haushaltes übernehmen könnte. Allein dafür muss die Stadt jährlich 30.000 Euro aufwänden. Der Kreis hatte hier zwar eine Absage erteilt, trotzdem würde es sich geradezu für alle Kommunen anbieten, auf einen günstigeren Anbieter zurückgreifen zu können.

Alternativen prüfen

Dennoch sind, wie auch Bürgermeister Josef Kranz weiß, der interkommunalen Zusammenarbeit Grenzen gesetzt: „Es muss natürlich mit dem öffentlichen Dienstrecht einhergehen“, erklärt Kranz. Soll heißen: man muss warten, bis entsprechende Stellen frei werden, um zu überlegen, ob es auch Alternativen zur Neubesetzung gibt.

In Vettweiß ist man in diesem Punkt gewohnt, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen, um Kosten einsparen und durchaus auch flexibler reagieren zu können. „Wir haben zum Beispiel nur noch Terminals in der Verwaltung. Die Server haben wir in Richtung Rechenzentrum ausgelagert“, erläutert Kranz. Als erste Kommune im Kreis Düren hat Vettweiß beispielsweise auch den papierlosen Sitzungsdienst eingeführt und die Ratsmitglieder mit entsprechenden Laptops ausgestattet – eine Investition, die sich langfristig rechnet. Bürgermeister Josef Kranz: „Den Wandel muss man begleiten. Besser noch ist, wenn man vorweg geht.“

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