Gemeinde verabschiedet sich von Pfarrer Pilger

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
pilger2-166
Günter Pilger hält seine letzte Predigt als Pfarrer in der Christuskirche.

Düren. Viele Prominente beider christlicher Konfessionen, aber auch Angehörige anderer Religionsgemeinschaften und aller Parteien gaben beim Abschiedsgottesdienst in der Christuskirche dem scheidenden Pfarrer Günter Pilger die Ehre.

Und besonders viele Jugendliche gaben dem Kirchenraum einen bunten Touch. Der Pfarrer war offenbar bei allen Gruppen sehr beliebt.

Thema der Feier war das Gleichnis vom Sämann. Die Saat fällt überall hin: auf steinigen Boden, wo sie kaputt geht, und auf fruchtbaren Boden, wo sie vielfältige Frucht trägt. Pilger ermahnte die Gemeinde, Bilder, die positiv besetzt sind, zu ihrem Lebensinhalt zu machen.

Bilder von der verlöschenden Kerze oder der Sanduhr sollten nicht Wegweiser für Christen sein, sondern die Bilder, wo am Ende die 100-fache Frucht steht - ein Leben voller Kreativität und ohne Angst, weil der Christ weiß, dass auch das Scheitern zum Leben gehört, am Ende jedoch ein Leben voller Fülle steht. „Wir können nur mit bestem Wissen und Gewissen säen und geduldig warten, was daraus wird”, gab Pilger den Menschen mit auf den Weg.

Resignation und Aussichtslosigkeit dürften niemals zu einer Perspektive werden. Die christliche Botschaft sei keine Droh-, sondern eine frohe Botschaft. Günter Pilger hofft, dass manches, was er in 23 Jahren in Düren gesät hat, einst eine gute Frucht wird.

Günter Pilger und seine Familie wohnen weiter in Düren. „Ich habe hier Wurzeln geschlagen. Dabei hat mir meine Frau sehr geholfen.” Besonders die Mentalität der Menschen zwischen Köln und Aachen hält den Mann aus dem Ruhrpott gefangen.

Günter Pilger studierte in Bonn und Heidelberg Theologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik. Nach Düren berief den Jungpfarrer 1985 der damalige Präses des Rheinlandes, Peter Beier. Nach seinem „modernen Zehnkampf” als Hilfsprediger blieb Pilger schließlich in Düren kleben, die Bekanntschaft mit seiner späteren Frau half ihm dabei erheblich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert