Gemeinde und Kirche helfen Ehrenamtlern

Von: fjs
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Bürgermeister Georg Gelhausen und Pfarrerin Karin Heucher unterzeichneten den Kooperationsvertrag. Foto: Fred Schröder

Merzenich. Auch Helfer brauchen manchmal Hilfe. „Bei unseren ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern ist manchmal Erschöpfung festzustellen“, hat Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) in den regelmäßigen Ehrenamtler-Gesprächen festgestellt.

„Sowohl die Mitarbeiter des Netzwerkes ‚Merzenich hilft‘ als auch die der Verwaltung stoßen an Grenzen“, sagte Gelhausen. Deshalb sichert sich die Gemeinde für die soziale Betreuung die Hilfe von professionellen Fachkräften. Der Bürgermeister und Pfarrerin Karin Heucher von der Evangelischen Gemeinde zu Düren unterzeichneten den Kooperationsvertrag, auf dessen Grundlage die Evangelische Gemeinde ab dem 1. Mai eine Fachkraft bereitstellt, die auch Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Helfer ist.

„Sie ist Begleitung für die vielen ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe in Merzen ich. Insbesondere traumatisierte Flüchtlinge „fordern die Ehrenamtler stark, sind manche der Flüchtlinge doch mit den Kleinigkeiten des Alltages oft überfordert“, sagte die Pastorin. Auf der Grundlage des jetzt mit den Unterschriften besiegelten Vertrages wird die neue Kraft, eine Kulturwissenschaftlerin, in einer Drei-Viertel-Stelle beschäftigt.

Die Kosten von rund 40.000 Euro jährlich trägt die Gemeinde, bekommt das Geld allerdings aus Landesmitteln erstattet. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Eine weitere Unterstützung erwartet die Gemeinde von einem jungen Mann, der im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Mai seine Tätigkeit aufnimmt.

In der Gemeinde Merzenich werden derzeit dezentral 210 Flüchtlinge betreut, so Verwaltungsmitarbeiter Michael Höhn. In diesem Monat erwartet die Gemeinde keine neuen Zuweisungen. Was aber die Zukunft bringt weiß noch niemand. Dennoch sorgt die Gemeinde vor. Im Haus Oberstraße 21 in Alt-Morschenich, das derzeit renoviert wird, ist eine Begegnungsstätte vorgesehen. Hier wird die neue Fachkraft tätig sein. Der Raum wird Anlaufstelle sein, aber auch für Beratungen und Deutschkurse genutzt.

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