Gemeinde Niederzier: Zur Solarenergie gesellt sich nun Windenergie

Von: Jörg Abels
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Bürgermeister Hermann Heuser, Dirk Lauterbach und Jürgen Zantis (v.l.) von der Gemeinde Niederzier nahmen das 123 Meter hohe Windrad mit Ko-Investor Norbert Krapp offiziell in Betrieb. Foto: Abels

Niederzier/Alt-Lich-Steinstraß. Der Wind bläst kräftig am Fuß der Sophienhöhe in der Alt-Gemarkung Lich-Steinstraß. Kein Wunder, dass sich im nördlichsten Zipfel der Gemeinde Niederzier, jenseits von Tagebau und Sophienhöhe an der B55, die einzige Windkraftkonzentrationsfläche der Kommune befindet.

Mittlerweile drehen sich im 2005 errichteten „Windpark Niederzier“ neun über 100 Meter hohe Anlagen, die mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt umweltfreundlichen Strom für rund 12.000 Haushalt produzieren und damit jährlich 40.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Am Bau der neunten und damit letzten Anlage im Windpark mit einer Nennleistung von 3,2 Megawatt hat sich die Gemeinde Niederzier mit 1,5 Millionen Euro selbst beteiligt.

Es ist das zweite Engagement der Kommune im Bereich Erneuerbare Energien, nach der Investition in die Solarautobahn bei Ellen in Kooperation mit RWE. „Wir sehen uns in der Tagebaukommune Niederzier als Partner der Energiewende“, betonte Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) bei der offiziellen Inbetriebnahme des Windrades, auch wenn er persönlich überzeugt ist, dass die Braunkohle auch in den kommenden Jahren aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Bezahlbarkeit der Energie in Deutschland noch unverzichtbar ist.

„Wind und Sonne stellen keine Rechnung“, stellte er fest, liefern dafür aber einen kontinuierlichen Ertrag, der in den allgemeinen Haushalt der Gemeinde fließe und damit allen Bürgern zugute komme, erklärte Heuser. Allein bei der Windkraftanlage rechnet er in den kommenden 20 Jahren mit einer jährlichen Rendite von bis zu sechs Prozent.

Die Gemeinde hat die 5,2 Millionen Euro teure Anlage in Kooperation mit Privatmann Norbert Krapp aus Markgröningen, dem auch das Land des Standorts gehört, errichtet, die Aachener Stawag betreibt die 123 Meter hohe Anlage, die einen Rotordurchmesser von 114 Meter hat.

Mit dem Bau und der Inbetriebnahme der neunten Anlage ist die Kapazität des „Windparks Niederzier“ ausgereizt. Mit Blick auf den Abstand zu den angrenzenden Orten Bettenhoven und Oberembt ist der Bau weitere Windräder ausgeschlossen, wie Niederziers Bauamtsleiter Dirk Lauterbach erklärt.

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