Düren - Gelungene Inklusion braucht den Dialog

Gelungene Inklusion braucht den Dialog

Von: Hendrik Buch
Letzte Aktualisierung:
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Die Rockband „Rolling Bones“ sorgte mit ihrer Musik vor dem Rathaus für beste Laune. Foto: Buch

Düren. Von tiefen Gedanken wie „Inklusion findet im Kopf statt, geht aber nur mit Herz“ bis hin zu einfachen Botschaften wie „Zusammen sein bei schönem Wetter in Düren“ verbanden die Besucher der Infoveranstaltung „Mehr Inklusion wagen“ am Samstag vor dem Dürener Rathaus die unterschiedlichsten Dinge mit dem Thema Inklusion.

Nach Gesprächen mit Beeinträchtigten, Mitgliedern des Inklusionsbeirats der Stadt und der Rurtalwerkstätten hatten die Besucher der Infostände solche Gedanken zu Papier gebracht. Beim Durchlesen der Zettel entstand ein Eindruck: Inklusion, das heißt, genau die richtige Mischung zwischen der Besonderheit und Normalität jedes Menschen zu finden.

Zur Einführung hatten unter anderem Lulzim Lustako und Birgit Kallwitz über ihr Leben mit der Behinderung gesprochen. Während Kallwitz als arbeitstätige Ehefrau und Mutter auch viel Normalität erfährt, muss sie in ihrem Alltag oft für viele Dinge hart kämpfen: „Da muss man dann auch mal etwas penetrant sein, um an sein Ziel zu kommen“, verrät die Dürenerin. Über die vielen Gespräche am Markt freut sie sich ebenso wie Lustako: „Leider haben nicht ganz so viele Menschen wirklich angehalten und sich die Zeit genommen“, berichtet er und schmunzelt, „aber bei diesem Wetter ist das vielleicht zu verzeihen.“

Der Inklusion in Düren stehen beide positiv gegenüber. „Es ist schon viel passiert“, betont Kallwitz, „aber nun muss auch der nächste Schritt gegangen werden.“ Eine Meinung die Liesel Koschorreck als Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Wohnen und Inklusion der Stadt Düren teilt. „Wir arbeiten gerade an einem Inklusionsplan der alle Facetten vom Wohnen bis hin zur Bildung umfassen muss.“ Auch Koschorreck führte am Samstag zahlreiche Gespräche auf dem Markt. „Kontakt suchen war unser Ziel“, verrät sie, „daher werte ich auch jeden als Erfolg, der nur angehalten hat, um vom Rand aus zuzuschauen.“

Den Passanten wurde dabei einiges geboten. Wer in der Hitze den Weg bis vors Rathaus fand, der konnte Konzerte von den „Rurwürmern“ und der Aachener Rockband „Rolling Bones“ verfolgen. Die Rollstuhl-Rocker von den Bones verbreiteten dabei sozusagen Inklusion pur. Ihre Musik und ihre Art verbreitet mit vielen, schönen Klassikern der jungen Rock- und Popgeschichte pure Lebensfreude.

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