Düren - Gellende Pfiffe gegen Parolen des „Arminiusbundes“

Gellende Pfiffe gegen Parolen des „Arminiusbundes“

Von: fjs
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Ein großes Polizeiaufgebot begleitete Demonstranten und Gegendemonstranten auf dem Kaiserplatz. Foto: Schröder

Düren. Die dumpfen Parolen ernteten ein gellendes Pfeifkonzert: Demo und Gegendemo auf dem Kaiserplatz sorgten am Samstagmittag für ein großes Polizeiaufgebot vor dem Rathaus. Eine Hundertschaft sicherte die genehmigte Demonstration des „Arminiusbundes“ vor dem Rathaus.

Mit einer „Spontan-Demo“, so Karl Panitz, stemmten sich unter anderem das Dürener Bündnis gegen Rechts, Antifa, Grüne und sonstige Demonstranten gegen die rechtslastige Kleinstpartei, die sich auch als „Schutzgemeinschaft Deutsche Heimat“ oder „Russlanddeutsche Konservative“ in der Öffentlichkeit präsentiert.

Zunächst war es nur ein kleines Häuflein: Knapp ein Dutzend Mitglieder und Sympathisanten des „Arminisbundes“ fanden sich links vom Rathauseingang ein, mindestens sechsmal so groß die Gruppe, die sich ihr entgegen stellte. Die Einsatzleitung der Polizei wollte zunächst den Platz von den Gegendemonstranten räumen lassen, beschränkte sich aber dann darauf, die in dem Genehmigungsbescheid genannte Teilfläche für die Demonstration abzusichern. Die Teilnehmer der „Spontan-Demonstration“ zogen sich auf die Restfläche zurück und stimmten mit Trillerpfeifen ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert an.

Die Redner des „Arminiusbundes“, dessen Bundesvorsitzender Johann Thießen aus Hürtgenwald ist, zogen mit den bekannten Thesen vom Leder. „Die Flüchtlinge sind Invasoren“, war eines der Argumente wie auch die Behauptung, „für Deutsche ist kein Platz mehr“ und die Forderung „Merkel muss weg“, die gleich dutzendweise skandiert wurde. Während dessen nahm die Zahl der Sympathisanten für den „Arminiusbund“ zu.

Am Rande der Demonstration erteilte die Polizei einige Platzverweise. Nach ersten Erkenntnissen kam es auch zu einer Rangelei. Drei Personen wurden weggetragen, die so Karl Panitz vom Bündnis gegen Rechts, „aber nichts getan hatten“.

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